Offene Türen in Preußisch Ströher Betrieben: Von der Melkmaschine bis zum DSL-Router  Gewerbe zeigt seine Leistungen 

Preußisch Ströhen (WB). Beeindruckt haben sich zahlreiche Besucher von der Gewerbeschau der Preußisch Ströher Betriebe »Am Bahnhof« gezeigt. 17 beteiligte Firmen haben rund um den dort ansässigen Raiffeisen-Markt ihre Leistungsfähigkeit gezeigt.

Von Michael Nichau
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 Angetan von der – trotz des widrigen Wetters – guten Stimmung der Aussteller zeigte sich beim Rundgang über das weitläufige Gelände auch Rahdens CDU-Bürgermeisterkandidat Dr. Bert Honsel. Er besuchte die Schau der örtlichen Unternehmer und ließ sich vom stellvertretenden Bürgermeister Wilhelm Kopmann, Ortsvorsteherin Bianca Winkelmann und Wirtschaftsförderer Dieter Drunagel die Wirtschaftskraft im nördlichen Ortsteil Rahdens zeigen.

 Mit dabei waren Hermann Seeker, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbands, sowie Thorsten Klein als stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaftsförderung und Christian Kammeier. »Wir sind eine von der Landwirtschaft geprägte Region«, erläuterte Seeker auf den Gelände der Landmaschinen-Firma Buchholz. Dort waren zum Teil riesige Gerätschaften zu sehen, deren Sinn Seeker vor allem an den größeren Flächen festmachte. »Die Betriebe leben hier von der Viehzucht. Der Ackerbau dient zur Futterbeschaffung«, sagte Seeker.

 Doch nicht nur mit Agrar-Dienstleistungen kann Preußisch Ströhen aufwarten: Michael Focke von der Firma Hilker Stahlbau schilderte, dass seine Firma vor allem mit dem Bau von Hallen und der energetischen Sanierung von Hallendächern ausgelastet werde.

Großes Thema Wärmepumpen

 »Wärmepumpen sind ein großes Thema«, erläuterte Matthias Tilinski von der gleichnamigen E-Technik-Firma. Er biete Komplettlösungen, von der ganz normalen Elektro-Installation für den Privathaushalt bis hin zum kompletten Energie-Management-System, an. Gerade erst hat die Firma den Neubau ihres Bürogebäudes gefeiert.

 Einbruchsichere Fenster zeigte die Tischlerei Allhorn und Gries aus Tielge. Und auch der Löschzug Preußisch Ströhen der Freiwilligen Feuerwehr bemühte sich darum, die Besucher zum Thema Sicherheit aufzuklären. An einem Brand-Simulator konnten sie ausprobieren, wie man mit einem Feuerlöscher richtig umgeht. Zu sehen war auch eine Rettungsplattform, mit deren Hilfe die Wehrleute bei Lastwagen-Unfällen besser an die Fahrerkabine herankommen und helfen können.

 Hilfe für liegen gebliebene Lastwagen hingegen leistet die Werkstatt von Schlottmann und Buschendorf. »Wir betreiben einen 24-Stunden-Notdienst für Großfahrzeuge«, erläuterte Rolf Buschendorf. »Unser Abschlepp- und Pannendienst ist etwa im Umkreis von 100 Kilometern tätig«, beschrieb Manfred Schlottmann den Alltag. »Wir reparieren alles, was vier Räder hat«, meinten die beiden Firmenchefs.

Zum 25-jährigen Bestehen durften die Besucher der Firma Altek-Hebetechnik gratulieren. Etwa 40 Menschen gibt der weltweit exportierende Betrieb für Arbeits- und Hebebühnen Arbeit. Johann Töws hat die Firma von 25 Jahren aufgebaut. Vor sechs Jahren stieg sein Sohn Andreas – ebenfalls Diplom-Ingenieur – in die Firmenleitung mit ein. Johann Töws ist zudem ehrenamtlicher Geschäftsführer des Aue-Marktes.

Lob für Firmenchefs

Begeistert zeigte sich Bürgermeisterkandidat Dr. Bert Honsel von dem Unternehmen und dem Einsatz des Firmenchefs. »Sie haben das alles selbst aus dem Nichts aufgebaut«, würdigte er dessen Leistungen und freute sich über das Engagement für den Einzelhandelsmarkt. »Das ist Ehrenamt höchster Qualität. Sie erhalten damit die Ortschaft am Leben«, sagte Honsel, der schon betont hatte, sich für den Erhalt der Grundschule im Ort einsetzen zu wollen.

 Honsel verschaffte sich auch ein Bild von dem Zimmerei- und Dachdeckerbetrieb Holste. »Planung und Ausführung aller Arbeiten kommen aus einer Hand«, schilderte Firmeninhaber Mario Holste. Er will jetzt eine weitere Halle in Holzbauweise errichten. »Baubeginn soll im April sein. Die neue Produktionshalle mit 25 mal 40 Metern Größe soll Ende dieses Jahres stehen«, zeigt er sich zuversichtlich. Kein Wunder: »Die Auftragsbücher sind voll«, bemerkte der Firmenchef.

 Einig waren sich die befragten Unternehmer auch über die Wirkung der Gewerbeschau: »Es waren diesmal sehr wenig, aber sehr interessierte Leute hier. Das hat vor allem am Wetter gelegen«, meinten sie übereinstimmend. »Wir zeigen aber gern, was wir können«, hieß es.

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