Kandidat stellt sich Mitgliedern vor: »Ich will Bürgermeister für alle Rahdener sein«  CDU nominiert Dr. Bert Honsel 

Rahden/Kleinendorf (WB). Jetzt ist es auch offiziell: Dr. Bert Honsel tritt für die CDU als Bürgermeisterkandidat in Rahden an. Der Stadtverband hat den Volljuristen am Dienstagabend nominiert.

Von Elke Bösch
Mit Dr. Bert Honsel (2. von links) geht die CDU in den Bürgermeister-Wahlkampf. Ihm und seiner Ehefrau Dunja (Mitte) haben (von links) nach dem tollen Votum der Versammlung Bürgermeister Bernd Hachmann, die Stadtverbandsvorsitzende Bianca Winkelmann und der heimische Landtagsabgeordnete Friedhelm Ortgies gratuliert. Die Wahl ist am 3. September.
Mit Dr. Bert Honsel (2. von links) geht die CDU in den Bürgermeister-Wahlkampf. Ihm und seiner Ehefrau Dunja (Mitte) haben (von links) nach dem tollen Votum der Versammlung Bürgermeister Bernd Hachmann, die Stadtverbandsvorsitzende Bianca Winkelmann und der heimische Landtagsabgeordnete Friedhelm Ortgies gratuliert. Die Wahl ist am 3. September.

 Im Gasthaus »Am Museumshof» stellte sich Honsel Dienstagabend den CDU-Mitgliedern vor und kam bei ihnen gut an. Das zeigt das Ergebnis der Abstimmung. Von den 59 Anwesenden votierten 58 mit Ja. Eine Stimme war ungültig. Vor dem geheimen Urnengang hatte der CDU-Kandidat umfassend über seine politischen Vorstellungen, Ziele und sich selbst, privat und beruflich, (siehe Infokästen) informiert und kein Hehl daraus gemacht, dass er das Amt möchte: »Bürgermeister in Rahden – das ist mein Traumjob.« Lebendige Ortschaften Honsel will – sollte er die Wahl gewinnen – sich unter anderem dafür einsetzen, dass Rahden eine liebens- und lebenswerte Stadt bleibt. Ein wichtiger Faktor dafür ist aus Honsels Sicht, dass Rahden lebendige Ortschaften behält. Dafür gebe es verschiedene Kriterien.

»An erster Stelle steht eine gesunde soziale Infrastruktur und dazu gehören ein aktives und lebendiges Vereinsleben und die Feuerwehr.« Unverzichtbar sei dabei das Ehrenamt. »Von entscheidender Bedeutung sind auch flexible und ganztägiger Kinderbetreuungs-einrichtungen. Dafür muss Geld in die Hand genommen werden«, sagte Honsel, der sich vehement dafür einsetzen will, alle Grundschulen zu erhalten. Schließungen sind für ihn »nicht diskutabel«. Medizinische Versorgung Honsel hatte sich darüber hinaus über das Problem medizinische Versorgung Gedanken gemacht: »Eine mögliche Lösung ist die Errichtung von Ärztehäusern.« Da habe Bernd Hachmann als Bürgermeister den richtigen Weg eingeschlagen. Mit diesem Modell könne eine Tätigkeit für junge Ärztinnen und Ärzte auch in den Ortschaften wieder attraktiv werden.« Eine weitere Lösungsmöglichkeit sieht der 52-Jährige zudem in mobilen Gesundheitsdiensten mit nichtärztlichem Personal: »Arzthelferinnen und Krankenschwestern entlasten Ärzte und erledigen die von ihnen delegierte Aufgaben«, erläuterte der CDU-Kandidat.

Kernstadt ein wichtiges Handlungsfeld

 Ein zweites wichtiges Handlungsfeld ist die Kernstadt. Sie müsse ein vielfältiges Wohnangebot für Familien, Singles und Senioren vorhalten. Wert legt Dr. Honsel auch auf das Leerstandsmanagement.

 Zu dem dritten Handlungsfeld »Rahden als vielseitiger Bildungsstandort« sagte Honsel nicht viel, weil: »Die Stadt hat ein herausragendes Schulangebot.« Ihm schwebt noch vor, ein Bildungsnetzwerk zu etablieren. Vertreter der Schulen, der Eltern, der Schüler und auch der Vereine könnten sich treffen und sich austauschen über das, was sie bewegt.

Natürlich ging Dr. Honsel auch auf den Wirtschaftsstandort Rahden ein: »Unternehmen entscheiden über ihren Standort nach harten und weichen Faktoren. Eine Kommune wie die Stadt Rahden muss sich auf die weichen konzentrieren. Dabei handelt es sich insbesondere um Bildungsangebot, Einkaufsmöglichkeiten, Wohnmöglichkeiten und das Erholungs-, Kultur- und Freizeitangebot.« Sparen mit Augenmaß Für die Verwirklichung all dieser Ziele ist Geld erforderlich. Das weiß auch Dr. Honsel und zitierte den Fraktionsvorsitzenden der SPD. Der solle gesagt haben: »Wir müssen sparen, bis es quietscht.« »Sparen kann eine Kommune bei den freiwilligen Aufgaben, der Förderung des Ehrenamtes, der Jugend, des Sports und der Wirtschaft bis zum totalen Verzicht, und bei den Pflichtaufgaben, zum Beispiel bei der Anzahl der Grundschulen oder der Ausstattung der Feuerwehr. Wenn mit dieser Aussage gemeint ist, beim Ehrenamt, bei der Unterstützung der Vereine, bei den Grundschulen oder bei der Feuerwehr bis zum Äußersten zu sparen, dann ist damit unsere Sicherheit und der Erhalt unserer Ortschaften langfristig gefährdet. Einem solchen Spardiktat werde ich mich als Kandidat für das Bürgermeisteramt entgegenstellen. Sparen ja, aber bitte mit Augenmaß«, stellte Honsel klar. Gedanken zum Amt Auch seine Auffassung von seinem vielleicht künftigen Amt legte der CDU-Kandidat dar: »Ein Bürgermeister muss Interessen und Kontroversen deutlich machen, das Gemeinsame formulieren und die Lösung mit den Zielen der Stadt verbinden. Er muss auf alle Bürgergruppen und Einzelpersonen zugehen.« Honsel will ein Bürgermeister für alle Rahdener sein. Und er fragte »Kann ein CDU-Mitglied das?« Seine Antwort lautete Ja, weil: »Die CDU steht für eine Weltanschauung, die sich auf das Erbe einer jahrhundertealten christlich-abendländischen Wertebasis gründet, aber zugleich offen ist für Menschen anderer Religionsbekenntnisse und Überzeugungen. Sie steht für eine verantwortete Freiheit, wie sie in Grundgesetz und Landesverfassung verankert ist, und eine in Solidarität gelebte Gerechtigkeit, wie sie sich aus der christlichen Soziallehre und -ethik ergibt.«

Antreten wird Dr. Honsel aller Voraussicht nach gegen die grüne Politikerin Bela Lange. Sie soll am Freitag, 17. April, von SPD, FWG, Grünen und FDP nominiert werden.«

 CDU-Stadtverbandsvorsitzende Bianca Winkelmann, die Dr. Honsel in ihrer kurzen Begrüßungsrede als sehr kompetenten, erfahrenen Kandidaten mit Führungsqualitäten vorgestellt hatte, freute sich im Anschluss an die Wahlen über das »sehr gute Ergebnis«. Winkelmann kündigte einen fairen, respektvollen Wahlkampf an und schloss sich damit Dr. Bert Honsel an.

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