Meier-Guss: Gemeinsame Erklärung von Betriebsrat und Mitarbeitern – Unterschriften gesammelt  Belegschaft will Werkstraße 

Rahden (WB/bös/ni). Die Mitarbeiter der Firma Meier-Guss machen sich Sorgen um ihre Arbeitsplätze und um die Verkehrssicherheit auf der Straße »Auf der Welle«. Bekanntlich wollte das Unternehmen diesen Weg zur Werkstraße machen.

Die Straße Auf der Welle vor dem Betriebsgelände von Meyer-Guss soll Werkstraße werden. Dafür haben mehr als 200 Belegschaftsmitglieder unterschrieben.
Die Straße Auf der Welle vor dem Betriebsgelände von Meyer-Guss soll Werkstraße werden. Dafür haben mehr als 200 Belegschaftsmitglieder unterschrieben.

 Über den entsprechenden Antrag haben die politischen Gremien bereits beraten, aber noch keine Entscheidung gefällt. Anwohner protestierten gegen diese Pläne der Firma. Die Stadt forderte ein Rechtsgutachten vom Städte- und Gemeindebund an. Das liegt inzwischen Stadtverwaltung und Fraktionschefs vor und wird noch geprüft.

Belegschaft und Betriebsrat

 Jetzt haben sich Belegschaft und Betriebsrat ebenfalls an die Fraktionsvorsitzenden gewandt und ihnen mehr als 200 Unterschriften präsentiert. Sie setzen sich für eine Umwandlung zur Werkstraße ein und nennen dafür unter anderem folgende Gründe:

 »Sicherlich steht hier nicht das von den Anliegern vorrangig genannte Problem des zu erwartenden erhöhten Verkehrsaufkommens im Bereich von Stellerloh und angrenzender Straßen im Vordergrund. Vielmehr geht es hier um die Sicherheit und den Erhalt der Arbeitsplätze sowie eine schon vielfach im Vorfeld angesprochene Entschärfung der momentanen Verkehrssituation«, heißt es in der Erklärung.

 Etwa 100 Arbeitnehmer hätten ihren direkten Wohnsitz in Rahden beziehungsweise den benachbarten Ortschaften. Der große Rest komme aus dem unmittelbaren Umland und nur ein ganz geringer Teil der Belegschaft habe seinen Wohnsitz weiter außerhalb, schreibt der Betriebsrat.

 »Wir als Belegschaft finden es schade, wenn notwendige Investitionen in die Maschinen und Anlagen in den nächsten Jahren zurückgefahren würden und so ein ›schleichendes Ende‹ eines der größeren Arbeitgeber in Rahden womöglich herbeigeführt würde«, schreiben die Mitarbeiter.

Firmenleitung

 In einer gemeinsamen Stellungnahme mit der Firmenleitung wird klar gestellt: »Auch wir können in einigen Punkten die Einwände der umliegenden Anlieger nachvollziehen. Es gibt in dieser Angelegenheit sicherlich kein Schwarz oder Weiß«, heißt es dort.

 »Durch das ständig gewachsene Schulzentrum hat die Zahl der Fahrzeuge und Fahrradfahrer in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. Besonders zu den Ankunfts- und Abfahrtszeiten der Eurobahn wird die Straße ›Auf der Welle‹ gern als Abkürzung genommen, wenn die Schranke auf der Mindener Straße geschlossen ist«, schreiben Firma und Betriebsrat. »Besonders die jungen Fahrradfahrer nutzen die Straße ›Auf der Welle‹, aber auch die Gehwege, für ihren Weg zu den Schulen. Durch eine Werkstraße würde sich vor allem der Stress für unsere Gabelstaplerfahrer minimieren. Keiner möchte wohl der derjenige sein, der verschuldet oder unverschuldet an einem Unfall, besonders mit einem Jugendlichen, beteiligt ist.«

 Natürlich gehe in der Belegschaft auch die Angst vor einem Arbeitsplatzverlust um: »Es hat schon viele Firmen gegeben, die ihre Standorte geschlossen oder verlagert haben, wenn die Rahmenbedingungen nicht passen. Dies wäre für uns ein herber Schlag. Bislang haben sich Inhaber und Geschäftsführung immer zum Standort Rahden bekannt.«

 Durch eine Werkstraße würde Meier-Guss mehr Möglichkeiten bekommen, die zahlreichen Lastkraftwagen vernünftig abfertigen zu können und es könnten weitere Produktionsabläufe im Unternehmen optimiert werden. Diesen Punkt dürfe man nicht vergessen, auch weil er den Standort Rahden sichere, steht es in dem Schreiben an die Fraktionen.

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