Planer möchten Straßenführung mit neuem Bebauungsplan regeln  Stadt will Anschluss sichern 

Rahden (WB). Einen Anschlusspunkt für einenAbzweig der Süd-Ost-Umgehungsstraße will sich die Stadt Rahden planungsrechtlich sichern. Dazu stellt die Stadt den Bebauungsplan »Südöstlicher Vordamm« auf und möchte den Flächennutzungsplan ändern.

Von Michael Nichau
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 Das Vorhaben wird – nach Darstellung von Bauamtsleiter Dieter Drunagel – »jetzt erforderlich, weil der betroffene Grundstückseigentümer konkrete Bauabsichten hat.« Drunagel und Johannes Eversmann von der Ingenieurplanung Wallenhorst stellten den Entwurf in einer Bürgerversammlung vor. Etwa 20 Bürger nahmen daran teil.

 Das Gebiet, für das der Bebauungsplan gelten soll, ist mit 9600 Quadratmetern recht klein. Es umfasst nach Angaben von Drunagel auch nur zwei Grundstücke im Dreieck Vordamm und Poggensiek. Konkret gehe es um das zur Bahn liegende Grundstück, Vordamm 20, das für die Anbindung einer zukünftigen Süd-Umgehungsstraße an die Innenstadt benötigt werde. Über das Grundstück soll – im Fall der Verwirklichung des Umgehungs-Projektes – eine Stichstraße zum Vordamm und zur Eisenbahnstraße geführt werden, wenn es nach dem Willen der Stadt-Planer geht.

 »Das alles ist aber noch Zukunftsmusik. Wir wollen uns nur das für die Straße wichtige Grundstück planungsrechtlich sichern«, erklärte Drunagel. Auch Stadtplaner Eversmann betonte, dass es noch gar nicht um die Süd-Ost-Umgehung gehe, sondern nur um den möglichen Verbindungspunkt zur Innenstadt. »Für die eigentliche Süd-Ost-Umgehung gibt es weder Planungen, noch Festlegungen. Bislang existiert nur die ganz grobe Vorstellung eines Korridors, in dem die Straße zukünftig verlaufen könnte«, sagte der Planer. Es handele sich um eine so genannte »vorbereitende Bauleitplanung«. Der Bebauungsplan sehe eine gemischte Nutzung mit Wohnen und Gewerbe vor. Gleichzeitig werde die zukünftige Verkehrsfläche dargestellt. In dem Gebiet sei eine zweigeschossige Bauweise von Einzelhäusern zugelassen.

 »Man kann noch nicht sagen, wo in etwa die Süd-Ost-Umgehung entlanglaufen soll«, beantwortete Eversmann die Fragen der Bürger, deren Grundstücke nicht vom neuen Plan betroffen sind. Die Umgehung ist ein Projekt, für das mit dem Kreisel (bei Bureck) bereits vor Jahren Vorbereitungen getroffen wurden. Dessen Verwirklichung ist allerdings bisher nur reine Theorie. »Eine Lücke für den denkbaren Zugang von der Innenstadt nach Süden an die mögliche Umgehung ist nur an dieser Stelle zu erreichen«, machte Eversmann deutlich. »Da wird aber noch keine Straße gebaut. Wir schaffen nur die Grundlage, damit wir uns diese Lücke sichern«, beruhigte der Planer die Bürger.

 Bei der Aufstellung des Bebauungsplanes stehe man derzeit ganz am Anfang: »Die Unterlagen sind bis zum 18. Februar bei uns im Bauamt einzusehen. Bis dahin können Bürger auch entsprechende Stellungnahmen schriftlich einreichen. Danach müssen wir dann etwa 35 Behörden beteiligen. Alle eingehenden Stellungnahmen werden in einer öffentlichen Bauausschuss-Sitzung erörtert«, erläuterte der Bauamts-Leiter.

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