Fassaden- und Hofflächenprogramm kommt bei Hausbesitzern gut an – Stadt freut sich über Erfolg  Für eine attraktive Innenstadt 

Rahden (WB/bös). Eine sehr positive Bilanz zieht die Stadt Rahden nach mehr als fünf Jahren Laufzeit des Städtebauförderungsprogrammes »Aktive Stadt- und Ortsteilzentren«. Das teilte gestern Bauamtsleiter Dieter Drunagel mit.

Das Deutsche Haus an der Gerichtsstraße hat von der Förderung profitiert und eine attraktive Fassade erhalten. In dem Gebäude befindet sich ein Maler-Fachbetrieb.
Das Deutsche Haus an der Gerichtsstraße hat von der Förderung profitiert und eine attraktive Fassade erhalten. In dem Gebäude befindet sich ein Maler-Fachbetrieb.

 Die Stadt konnte – unterstützt durch Bundes- und Landesmittel – eine Vielzahl von Maßnahmen umsetzen, die die Attraktivität der Innenstadt gesteigert haben. »Gleichzeitig wurde der private Gebäudebestand aufgewertet und die Einkaufsmöglichkeiten für die Bevölkerung gesichert. Das Ziel, durch öffentliche Investitionen in Straßen, Wege und Plätze sowie die Bereitstellung von Fördermitteln private Investitionen in den Gebäudebestand anzuregen, ist erreicht worden. Unsere Absicht war es, eine Anstoßfinanzierung zu geben, damit privates Geld in die Hände genommen wurde«, erläutert Drunagel.

Und er nennt auch Beispiele für besonders bedeutende Projekte. Dazu gehöre die im Jahr 2012 erfolgte Umgestaltung der Marktstraße, genauso wie die der »Katzengasse« in 2014, die jetzt fast abgeschlossen sei. »Die privaten Modernisierungsmaßnahmen im Quartier ›Katzengasse« sollen in Kürze ebenfalls beendet werden«, kündigt Drunagel an. Es fehle nur noch die Fertigstellung der Außenflächen. Gegenüber diesem Gelände ist die Freifläche »Alter Markt« unter anderem mit einem Wasserfontänenfeld neu gestaltet worden. Weitere öffentliche Baumaßnahmen wie die Umgestaltung des Glindower Platzes sind konkret in Vorbereitung.

Förderprogramme

Auch das Fassaden- und Hofflächenprogramm erwies sich als äußerst effizient. »Die Eigentümer von Geschäftshäusern in der Innenstadt haben die Förderung von Modernisierungen in der Vergangenheit sehr gut angenommen und auf diese Weise einen wesentlichen Beitrag zur Attraktivität geleistet«, betont Drunagel. Das große Interesse am Fassaden- und Hofflächenprogramm spiegele unter anderem die große Anzahl von etwa 30 Beratungsgesprächen zwischen der Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft (DSK) mit privaten Bauherren wieder.

Insgesamt konnten seit Verabschiedung des Förderprogramms zur Fassaden- und Hofflächensanierung im Jahr 2011 bereits 15 Modernisierungen an privaten Gebäuden umgesetzt werden. »Erfolge des privaten Engagements sind insbesondere in der Gerichtsstraße sichtbar. Bei der Stadt sind bisher bereits weitere 20 Anträge eingegangen, von denen für 17 Projekte die Bewilligung erteilt wurde«, erläutert der Bauamtsleiter. Das bedeute ein Fördervolumen von 124000 Euro. »Durchschnittlich zieht ein Euro Förderung dreizehn Euro privates Investitionsvolumen nach sich, so dass Investitionen von 1,6 Millionen erfolgen«, sagt Drunagel.

Mit öffentlichen Mitteln aus dem des Fassaden- und Hofflächenprogramm werden unter anderem die Umgestaltung von Fassaden, die Erneuerung von Hofflächen sowie Eingangsbereichen mit maximal 30 Euro pro Quadratmeter gefördert. Der Zuschuss für die Aufwertung von Dachflächen mit Tonziegeln beträgt pro Quadratmeter maximal zehn Euro. Weitere Vorteile »Innerhalb des Sanierungsgebietes Innenstadt profitieren Immobilieneigentümer außerdem von der erhöhten steuerlichen Begünstigung. Die Modernisierungskosten können so in manchen Fällen bereits in zwölf Jahren von der Einkommenssteuer abgesetzt werden«, berichtet Dieter Drunagel.

 Er weist darauf hin, dass sich Interessierte bei der Stadt und der DSK, die den Stadterneuerungsprozess begleitet, über die vielfältigen Fördermöglichkeiten für private Modernisierungsmaßnahmen informieren können. Dies gelte bei Bedarf auch für Programme der NRW.Bank oder bei der Kreditanstalt für den Wiederaufbau (KfW). Eine erste Orientierung biete darüber hinaus auch www.rahden-innenstadt.de .

Anträge bis Mitte 2016

Das Fassaden- und Hofflächenprogramm läuft nach derzeitigem Stand noch bis zum 31. Dezember 2016. Förderanträge können somit noch bis Ende der ersten Hälfte des kommenden Jahres bei der Stadt Rahden eingereicht werden.

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