Stadt gibt Zuschuss an Dorfgemeinschaft – neue Website gestaltet Hedem ist digitales Modelldorf

Hedem (WB). Die Zukunft ist digital. Das gilt nicht nur für die Ballungszentren, sondern auch für den ländlichen Raum. Die Ortschaft Hedem ist eins von elf Modelldörfern im Kreis, die sich am »Leitprojekt Digitales Dorf« beteiligten. Die Stadt Preußisch Oldendorf unterstützt die Initiative nicht nur ideell, sondern auch finanziell.

Von Arndt Hoppe
Hedem ist eins von elf Modelldörfern im Kreis Minden-Lübbecke, die sich am Leitprojekt »Digitales Dorf« beteiligen. Dieses ist Teil des Landesprogramms Vital.NRW.
Hedem ist eins von elf Modelldörfern im Kreis Minden-Lübbecke, die sich am Leitprojekt »Digitales Dorf« beteiligen. Dieses ist Teil des Landesprogramms Vital.NRW.

Der Haupt- und Finanzausschuss stimmte in seiner jüngsten Sitzung einem Antrag der Hedemer Dorfgemeinschaft zu, ihre Beteiligung an dem zukunftsweisenden Projekt mit insgesamt 6.200 Euro zu bezuschussen. Die Summe soll über drei Jahre mit je 2.100 Euro im Haushalt der Stadt eingestellt werden. Die 6.200 Euro stellen den Eigenanteil dar, den die Dörfer einbringen müssen, um von dem Projekt profitieren zu können. Der Ausschuss stimmte dem Zuschuss jedoch nur unter der Voraussetzung zu, dass sich die Dorfgemeinschaft trotzdem darum bemühen soll, andere Finanzierungsmöglichkeiten für diesen Eigenanteil zu finden, zum Beispiel über Sponsoring.

Neue Homepage ist gestaltet worden

Bürgermeister Marko Steiner erklärte, dass mit dem Projekt eine Plattform bereitgestellt wird, die Partizipation der Bürger ermöglicht und beispielsweise über eine App genutzt werden könne. So hat Hedem als Modelldorf bereits eine neue Homepage unter der Adresse »hedem.info«. Diese Website ist schon mit einigen Inhalten versehen und online.

»Wenn Hedem nicht das gesamte Portfolio an Angeboten nutzt, könnte auch das den Eigenanteil eventuell senken«, sagte Steiner. Er lobte die Dorfgemeinschaft und wies darauf hin, dass sich die Hedemer einen »ganzen Berg an ehrenamtlicher Arbeit« aufgeladen hätten. Pierre Arndt (FDP) gab zu bedenken, dass noch weitere Dörfer an die Stadt für ähnliche Zuschüsse herantreten könnten.

»Straßen-Paten« werden gesucht

Dem hielt Steiner entgegen: »Hedem könnte auch anderen Orten helfen, die von den Erfahrungen partizipieren würden. Der Zuschuss könnte gut investiertes Geld sein.« Letzten Endes fand die Initiative breite Zustimmung unter den Ausschussmitgliedern.

Die Dorfgemeinschaft lädt alle interessierten Dorfbewohner für Donnerstag, 1. März, 15 Uhr in die Alte Schule Hedem zum ersten Treffen der Arbeitsgruppen »Digitales Dorf« ein. Unter anderem geht es um die Suche nach »Straßen-Paten« als Ansprechpartner.

www.hedem.info

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