Kleiderkammer an der Kampstraße – Arbeiten am Alten Pfarrhaus gehen bald weiter Provisorium wird gut angenommen

Preußisch Oldendorf (WB). Die Kleiderkammer der evangelischen Kirchengemeinde Preußisch Oldendorf an der Kampstraße 11/Ecke Alwinstraße ist zwar nur ein Provisorium, aber die Kunden haben sie inzwischen gut angenommen.

Von Arndt Hoppe
Priscilla Sam (links) gehört zu den Kunden der Kleiderkammer der Kirchengemeinde Preußisch Oldendorf. Die Einrichtung ist vorübergehend in der Kampstraße 11 zu finden. Nach der Renovierung des Alten Pfarrhauses soll sie wieder zurückziehen.
Priscilla Sam (links) gehört zu den Kunden der Kleiderkammer der Kirchengemeinde Preußisch Oldendorf. Die Einrichtung ist vorübergehend in der Kampstraße 11 zu finden. Nach der Renovierung des Alten Pfarrhauses soll sie wieder zurückziehen. Foto: Arndt Hoppe

Bis Ende Oktober war die Einrichtung im Alten Pfarrhaus zu finden, zusammen mit der Tafel Lübbecker Land. »Der Umzug ging ganz schnell, innerhalb einer Woche war alles hier«, erzählt Kleiderkammerleiterin Lidia Kanzler. »Das jetzige Gebäude, in dem früher unter anderem die Firma Fitzner oder auch USB Maschenmoden waren, ist leider nicht so zentral wie das Alte Pfarrhaus, aber mittlerweile haben uns die Kunden gefunden.« An gut besuchten Tagen seien wieder zwischen 50 und 60 Besucher dort.

Raumsuche war schwierig

Es sei schwierig gewesen, passende Räume für die Kleiderkammer zu finden, erinnert sich Lidia Kanzler an die Suche vor dem Umzug. »Ich denke, es gab im Ort schon einige Leerstände, aber nicht jeder wollte uns als Mieter«, sagt sie. Außerdem seien weder Stadt noch Kirchengemeinde bereit gewesen, höhere Mieten aufzubringen. »Vielleicht hätte man ja auch Spender finden können.«

Doch mit dem Provisorium zeigt sich Lidia Kanzler, die die Kleiderkammer vor acht Jahren ins Leben rief und sie seither leitet, durchaus zufrieden: »Das ist ein gut geeigneter Raum.« Wünschen würde sie sich aber ein Geländer an der Rampe, die zur Eingangstür führt. »Vielleicht findet sich da ja mal jemand, der etwas anbringt oder finanziell unterstützt«, hofft die Leiterin. Zum Team zählen insgesamt elf Frauen, die ehrenamtlich dafür sorgen, dass Annahme und Ausgabe regelmäßig besetzt sind.

Kindersachen sind kostenlos

Spenden werden immer donnerstags von 15 bis 17 Uhr entgegengenommen. Ausgegeben werden die gespendeten Stücke immer dienstags zwischen 8.30 und 11 Uhr. »Kleidungsstücke und Stofftiere für Kinder sind kostenlos, ebenso wie Bettwäsche, Handtücher und dergleichen«, sagt die Leiterin. Erwachsene zahlen pro Kleidungsstück jeweils 30 Cent oder einen Euro für drei Teile.

»Besonders dringend gesucht sind zurzeit Winterjacken für junge Männer in kleineren Herrengrößen«, sagt Lidia Kanzler. Allerdings seien auch Koffer zurzeit sehr gefragt. »Möbel und Geschirr werden aber nicht bei uns entgegengenommen und verteilt, sondern bei Asyl PrO in der Spiegelstraße«, erklärt sie. Wie lange die Kleiderkammer noch im Provisorium an der Kampstraße 11 bleiben wird, weiß sie nicht genau. »Die Renovierungsarbeiten haben begonnen, aber ich schätze, dass es noch ein bis anderthalb Jahre dauern wird, bis wir wieder zurückziehen können.«

Renovierungszeit mindestens ein Jahr

Diese Annahme bestätigt Pfarrer Michael Weber: »Wir gehen von mindestens einem Jahr Bauzeit aus.« Zum aktuellen Stand der Maßnahmen sagt er: »Zurzeit ruhen die Arbeiten am Alten Pfarrhaus, nachdem bereits einiges im Gebäude entkernt worden ist. Die Arbeiten werden aber in der kommenden Woche mit den Vorbereitungen für den Innenausbau und die elektrische Verkabelung fortgesetzt.« Zudem erwarte der Bauausschuss der Kirchengemeinde, dem Weber angehört, in der nächsten Woche Besuch von Denkmalpflege-Expertin Dr. Barbara Pannkoke vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), die das Alte Pfarrhaus besichtigen werde.

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