Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl bringt Förderbescheid für das Alte Pfarrhaus vorbei Ein schöner Tag

Preußisch Oldendorf (WB). Hoher Besuch bei Kaiserwetter: Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl von der Bezirksregierung Detmold wurde in Preußisch Oldendorf fast wie eine Königin begrüßt. Was möglicherweise auch daran lag, dass sie ungefähr 850.000 Euro dabei hatte – symbolisch, versteht sich.

Von Kai Wessel
Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl (vorne, Zweite von rechts) hat gestern das Alte Pfarrhaus in Preußisch Oldendorf besucht.
Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl (vorne, Zweite von rechts) hat gestern das Alte Pfarrhaus in Preußisch Oldendorf besucht. Foto: Kai Wessel

Diesen Betrag hatte das Land NRW für die Sanierung und Umgestaltung des Alten Pfarrhauses in ein modernes Begegnungszentrum und für einen Sozialpädagogen zur Verfügung gestellt. Etwa jede zweite Kommune des Landes hatte sich um Fördermittel aus dem »Sonderprogramm Städtebau zur Integration von Flüchtlingen« beworben – viele gingen leer aus. Der Antrag aus Preußisch Oldendorf hatte überzeugt. Kirche und Stadt müssen einen Eigenanteil in Höhe von 85.000 Euro aufbringen.

Marianne Thomann-Stahl wollte sich selbst einen Eindruck von der Situation der Kirchengemeinde und der Flüchtlingshilfe verschaffen. Sie nahm sich viel Zeit für Gespräche mit den ehrenamtlichen Helfern, die im Pfarrhaus Tafel, Kleiderkammer und Begegnungscafé betreuen: »Man spürt die Begeisterung der Menschen. Ich habe den Eindruck, dass das Geld gut angelegt ist.«

»Ein Tag der Freude«

Für Pfarrerin Antje Kastens war der Tag des Besuchs der Regierungspräsidentin ein »Tag der Freude«. Ein Blick in die fröhlichen Gesichter der vielen Helfer am Pfarrhaus ließ erahnen, wie viel Freude, Hoffnung und Motivation 850.000 Euro auslösen können.

Nach Einschätzung von Kirche und Stadt Preußisch Oldendorf könnte die Kernsanierung des Pfarrhauses im Herbst beginnen. Mit der Fertigstellung sei etwa im Sommer 2017 zu rechnen. Während der Bauarbeiten müssen die Einrichtungen, die im Pfarrhaus untergebracht sind, in ein Provisorium umziehen. Es würden derzeit – so Bürgermeister Marko Steiner – Gespräche geführt. Er habe durchaus Hoffnung, dass sich etwas findet.

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