Hausbesitzer schoss sich zunächst in den Kopf Obduktionsergebnis nach Explosion: Hausbesitzer tötete sich selbst

Preußisch Oldendorf (WB). Zwei Tage nach der Hausexplosion in Preußisch Oldendorf-Bad Holzhausen (Kreis Minden-Lübbecke) geht die Polizei davon aus, dass der 41-jährige Hausbesitzer bei der Explosion einer Doppelhaushälfte ums Leben gekommen ist. Nach der Obduktion des in den Trümmern gefundenen Leichnams spricht alles für einen Suizid.

Ein Trümmerfeld: Die Doppelhaushälfte ist nach der Detonation verschwunden.
Ein Trümmerfeld: Die Doppelhaushälfte ist nach der Detonation verschwunden. Foto: Kai Wessel

»Nach derzeitigem Ermittlungsstand«, sagte am Freitagabend der Leiter der Mordkommission Markus Mertens, »gibt es keine vernünftigen Zweifel mehr, dass es sich bei den sterblichen Überresten um den 41-jährigen Hausbesitzer handelt.«

Sicherheitshalber seien dem Leichnam Gewebeproben entnommen worden, um einen DNA-Abgleich mit vorhandenen Vergleichsmaterial vorzunehmen. Mit einem Ergebnis der Analyse ist nach Polizeiangaben nicht vor Mitte nächster Woche zu rechnen.

»Bei der Obduktion stellten die Gerichtsmediziner eine Schussverletzung am Kopf des Toten fest. Trotzdem gehen die Staatsanwaltschaft Bielefeld und die Ermittler der Kriminalpolizei Bielefeld auf Grund der Gesamtumstände von einem Suizid aus«, sagte die für den Fall zuständige Staatsanwältin Stefanie Jürgenlohmann. »Zuvor dürfte er die Explosion vorsätzlich herbeigeführt haben«, sagte Jürgenlohmann weiter.

Das werde auch durch mehrere Abschiedsbriefe untermauert, die während der Ermittlungen entdeckt wurden. Auch habe es eindeutige Suizid-Ankündigungen im Umfeld des Mannes gegeben.

Die Waffe in den Trümmern des Hauses zu finden hält die Polizei nicht für wahrscheinlich, da sie durch die enorme Hitze bis zur Unkenntlichkeit verschmolzen sein dürfte. Die Herkunft der Waffe ist unbekannt. Über eine waffenrechtliche Erlaubnis verfügte der Gestorbene nicht.

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