Evakuierung: 3400 Mindener betroffen Bombe am Weserufer in Minden entschärft

Minden (WB/dpa). Am Mindener Weserufer ist in der Nacht zu Donnerstag eine 1000 Kilogramm schwere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft worden.

Die Bombe ist entschärft.
Die Bombe ist entschärft. Foto: Stadt Minden

Der Landrat des Kreises Minden-Lübbecke, Ralf Niermann, hatte die Großschadenslage ausgerufen. Nach Mitternacht begann die Entschärfung der Bombe. Um 1.30 Uhr dann die Meldung von der Stadt Minden: Die Entschärfung der Bombe ist erfolgreich abgeschlossen. Die Bewohner können ab sofort wieder zurück in ihre Häuser und Wohnungen.
Aufgrund der Lage musste die Bombe zeitnah entschärft werden. Betroffen waren die Weser, der Mittellandkanal und die Bahnstrecke. Der Zeitpunkt einer möglichen Entschärfung hing unter anderem davon ab, wie schnell der Verkehr hier gestoppt werden kann.

Bürgertelefon eingerichtet

Das betroffene Gebiet – an der Fundstelle soll ein Schrottplatz entstehen – musste mit einem Radius von 1200 Metern rund um den Fundort geräumt werden. Der Verkehr vor Ort wurde umgeleitet. Etwa 3400 Bürgerinnen und Bürger sind von der Evakuierung betroffen gewesen.
Die Räumung des Gefahrenbereich hatte sich bis in den späten Mittwochabend gezogen. Einige Personen hätten sich geweigert, ihre Wohnungen zu verlassen, teilte die Stadt Minden mit. Zudem mussten noch einige Patienten transportiert werden. Nach Abschluss der Evakuierung wurde das Gebiet mit einem Hubschrauber mit Wärmebildkamera überflogen.
412 Einsatzkräfte waren im Einsatz. Darunter überörtliche Einsatzkräfte von Bielefeld, Gütersloh, Lippe und Herford. Patienten wurden auf alle Standorte der Mühlenkreiskliniken verteilt.

Bahnverbindungen betroffen

Ursprünglich war geplant, den Mindener Hauptbahnhof für die Bombenentschärfung zu räumen. »Das ist jetzt doch nicht notwendig«, so der Sprecher am Abend. Reisende sollten sich am besten online erkundigen, ob es bei ihrer Verbindung Einschränkungen gibt. Weitere Infos für NRW gibt es hier. und für Niedersachsen hier.
Der Fernverkehr unter anderem Richtung Hannover ist laut Bahn nach aktuellem Stand nicht betroffen.

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