Zunächst nur für eine Ausstellung – Ausgangspunkt eines Netzwerks von 40 Institutionen Preußen-Museum öffnet wieder

Minden (WB/bex). Das seit Anfang 2014 für Einzelbesucher geschlossene Preußen-Museum in Minden öffnet am Sonntag, 19. Februar, erstmals wieder seine Pforten für Ausstellungsbesucher. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) stellt bei einem Aktionstag von 13 Uhr an das Netzwerk »Preußen in Westfalen« und eine neue Ausstellung vor.

Die alte Defensionskaserne am Simeonsplatz Minden beherbergt das Preußen-Museum. Seit Anfang 2014 ist es für den normalen Publikumsverkehr geschlossen.
Die alte Defensionskaserne am Simeonsplatz Minden beherbergt das Preußen-Museum. Seit Anfang 2014 ist es für den normalen Publikumsverkehr geschlossen. Foto: Richters

Der LWL hatte das Preußenmuseum im vergangenen Jahr von der gleichnamigen Stiftung übernommen. Zuvor hatte dies der Landschaftsverband Rheinland für das Pendant am Standort in Wesel getan. Grund: Die Erträge der Stiftung reichten für einen Weiterbetrieb nicht mehr aus. Interessierte erfahren an diesem Tag mehr über das Netzwerk und die Neukonzeption des Hauses. Zu sehen ist die Ausstellung »Das Netzwerk Preußen in Westfalen: Du bist mehr Preuße, als du denkst«. Darin zeigen bis zum 3. März stellvertretend für das Netzwerk 19 Museen mit ausgewählten Objekten ihren Bezug zur preußischen Geschichte. Der Eintritt ist frei.

Mittelpunkt des Preußen-Netzwerks

Drei Slam-Poeten aus der Region präsentieren um 14.30 Uhr ausgewählte Exponate der Ausstellung. Die Vielfalt der Objekte reicht von Kinderzeichnungen Kaiser Wilhelms II. über eine Tasse der Königlich Preußischen Porzellanmanufaktur mit dem Porträt von Wilhelmine von Preußen bis hin zu Duellpistolen aus dem frühen 18. Jahrhundert. Um 16 Uhr beginnt eine Podiumsdiskussion zum Thema »Was bedeutet uns Preußen heute?«. Als Teilnehmer sind Moderator Gregor Schnittker sowie Prof. Dr. Hermann Parzinger (Stiftung Preußischer Kulturbesitz Berlin), Prof. Dr. Wolfgang Neugebauer (Humboldt-Universität Berlin) und Prof. Dr. Thomas Müller-Bahlke (Franckesche Stiftungen Halle) angekündigt.

Das Netzwerk »Preußen in Westfalen« hat sich 2016 gegründet. Touristische Partner und Vertreter von mehr als 40 Museen, Industrie- und Freilichtmuseen, Denkmälern, Ereignisorten und wissenschaftlichen Institutionen haben sich darin zusammengefunden. Ziel des Netzwerkes ist es, das Thema Preußen in Westfalen und darüber hinaus erfahrbar zu machen. Das Preußenmuseum Minden ist Ausgangspunkt für das Netzwerk. Es soll gemeinsam mit dem künftigen Besucherzentrum am Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Porta Westfalica, das im Frühjahr 2018 eröffnet wird, kulturelle Akzente in der Region setzen.

Derzeit befindet sich das Museum noch im Umbau und öffnet nur für besondere Veranstaltungen zeitweise die Türen. Eine neue Dauerausstellung auf verkleinerter Fläche soll die Geschichte Preußens in Westfalen darstellen. Der LWL investiert knapp eine Million Euro. Die Neueröffnung ist für Herbst 2018 geplant. Die Eröffnung des Hauses in Wesel war von Ende 2016 auf dieses Frühjahr verschoben worden.

www.netzwerk-preussen-in-westfalen.de

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