Angeklagter muss 4000 Euro zahlen Prozess um Malandas Unfalltod: Verfahren gegen Geldauflage eingestellt

Minden (WB/ca/dpa). Das Verfahren gegen einen belgischen Fußballer (21) im Zusammenhang mit dem Unfall-Tod des Fußball-Profis Junior Malanda im Januar 2015 ist eingestellt – gegen eine Geldauflage von 4000 Euro.

Der Angeklagte mit seinem Anwalt Tobias Diedrich.
Der Angeklagte mit seinem Anwalt Tobias Diedrich. Foto: Christian Althoff

Vor dem Amtsgericht in Minden hatte am Montag der Prozess gegen den 21-Jährigen begonnen. Die Anklage warf ihm fahrlässige Tötung vor. 

Der 20-Jährige vom VfL Wolfsburg war vor 18 Monaten bei einem Unfall auf der Autobahn 2 bei Porta Westfalica ums Leben gekommen, als das Unglücksauto bei Starkregen und vermutlich überhöhter Geschwindigkeit von der Fahrbahn abkam. Malanda saß den Ermittlungen zufolge nicht angeschnallt auf der Rückbank und wurde nach draußen geschleudert.

Der Angeklagte sagte, dass er nicht gerast sei. Er sei sehr unglücklich, dass er seinen besten Freund verloren habe. Die Eltern des Toten unterstützten ihn und würden ihm helfen, ein einigermaßen normales Leben zu führen.

Die Staatsanwältin forderte, dass Verfahren gegen Geldauflage einzustellen. Der Angeklagte sei nicht der typische Raser. Es liege ein Augenblicksversagen vor.

Die Fußballer waren von Belgien aus auf dem Weg zum Flughafen in Braunschweig. Dort sollte Malanda mit der Bundesliga-Mannschaft des VfL Wolfsburg ins Trainingslager nach Südafrika fliegen.

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