Krimitage wieder ein Besuchermagnet – Linus Geschke begeistert mit neuem Roman Autor plaudert aus seinem Arbeitsleben

Lübbecke (WB). Spannend und auch sehr interessant gestaltete sich am Freitag der Krimiabend in der Bücherstube in Lübbecke mit Linus Geschke. Der Autor stellte nicht nur seinen neuen Roman »Die Lied der toten Mädchen« vor, sondern plauderte zudem aus seinem Leben als freier Journalist und führte Gedankenexperimente mit den Zuhörern durch.

Von Mareile Mattlage
Volle Bude bei den Krimitagen in der Bücherstube: Autor Linus Geschke (rechts) war der Einladung von Andreas Oelschläger gefolgt und fesselte am Freitag etwa 80 Zuhörer mit Auszügen aus seinem neuen Roman »Das Lied der toten Mädchen«.
Volle Bude bei den Krimitagen in der Bücherstube: Autor Linus Geschke (rechts) war der Einladung von Andreas Oelschläger gefolgt und fesselte am Freitag etwa 80 Zuhörer mit Auszügen aus seinem neuen Roman »Das Lied der toten Mädchen«. Foto: Mareile Mattlage

Von diesen waren reichlich gekommen, die Bude war mit etwa 80 Besuchern voll. Abermals haben sich die Krimitage somit als Besuchermagnet entpuppt. Den Auftakt bei der inzwischen dritten Auflage der Veranstaltungsreihe »Lübbecker Krimitage« hatte Anfang Februar Frank Goldhammer mit »Tausend Teufel«, einem Kriminalfall aus dem klirrend kalten Nachkriegs-Dresden, gemacht. Nach Goldhammer und Geschke sind bis April auch noch einige andere Hochkaräter der Szene zu erleben. So zum Beispiel am 10. April die bayerische Bestsellerautorin Rita Falk. »Die Autorin vergibt nur sehr wenige Termine und war erst sehr selten im Norden«, freute sich Organisator Andreas Oelschläger über die Zusage.

Der Autor bewies auch Entertainer-Qualitäten

Doch zurück zur Lesung mit Linus Geschke, die allerdings nur teilweise eine Lesung war. Geschke lebt in Köln und arbeitet als freier Journalist, unter anderem für Reisemagazine. Auch die Hauptfigur seiner Romane ist ein Journalist, nämlich Jan Römer, ein Reporter für ungelöste Kriminalfälle. Im aktuellen Roman »Das Lied der toten Mädchen« rollt er zusammen mit seiner Kollegin Mütze ein Verbrechen aus dem Jahr 1997 rund um eine ermordete junge Frau wieder auf.

Neben den vorgestellten Buch-Passagen plauderte der Kölner aus seinem Leben als Autor und Medienschaffender, gab Einblicke in das Handwerk des Schreiben und die Zusammenarbeit mit Verlagen – und bewies dabei Entertainer-Qualitäten.

Damit »die Leute nicht einschlafen«, band er sie aktiv in den Abend ein, startete zum Beispiel Fragerunden. »Alle Männer bitte einmal melden«, sagte er mit Blick in die fast ausschließlich weibliche Zuhörerschaft. Nachdem ein paar Hände hochgegangen waren fügte er hinzu: »Und jetzt nochmal alle Männer melden, die freiwillig hier sind.«

Gedankenexperiment zur Telepathie

Ein anderer Mal bot er einer hustenden Frau sein Glas mit Wasser an, lockte das Publikum mit »bedruckten Turnbeuteln« und landete auch noch darüber hinaus so manchen Lacher.

»Schreiben ist die einzige Form von Telepathie, die funktioniert«, zitierte er Stephen King und veranschaulichte seine Aussage sogleich mit einem Gedankenexperiment. Er nannte lediglich wenige Stichwörter wie »geblümte Tapete« und »Schrankwand aus Nussholz« – und schon hatten alle Zuhörer die Wohnung eines älteren Ehepaares im Kopf. »Wenige richtige Eckpunkte reichen, um ein ganzes Bild zu erschaffen«, erklärte der sympathische Autor, der in der Pause auch gerne die Bücher seiner Leser signierte.

Es können noch weitere deutsche Krimiautoren erlebt werden

Unter dem Motto »Mord am Wiehen« können bis April noch einige weitere deutsche Krimiautoren in Lübbecke erlebt werden: Donnerstag, 1. März, 20 Uhr, Bücherstube: Norbert Horst mit »Kaltes Land« (Eintritt: VVK 12 Euro/AK 14 Euro), Dienstag, 20. März, 20 Uhr, Bücherstube: Eric Berg mit »So bitter die Rache« (Eintritt: VVK 12 Euro/AK 14 Euro), Freitag, 23. März, 20 Uhr, Tanzschule »Alte Post«: Petra Hammesfahr mit »Als Luca verschwand« (Eintritt: VVK 12 Euro/AK 14 Euro), Dienstag, 10. April, 20 Uhr, Stadthalle: Rita Falk mit »Kaiserschmarrndrama« (Eintritt: VVK 14 Euro/AK 16 Euro), Montag, 16. April, 20 Uhr, Stadthalle: Klaus-Peter Wolf mit »Ostfriesenfluch« (Eintritt: VVK 14 Euro/AK 16 Euro).

Die Eintrittskarten gibt es im Vorverkauf ausschließlich in der Bücherstube in Lübbecke, Restkarten sind an der Abendkasse erhältlich. Telefonische Anfragen und Reservierungen werden unter der Rufnummer 05741/8584 entgegen genommen.

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