Lichtfreunde Blasheim: Treffen mit Fachvortrag – Planungen zum Dorf-Jubiläum Notar mahnt zur Vorsorge

Lübbecke (WB). Altersvorsorge – ein Thema, das gerne auf später verschoben wird. Warum das ein großer Fehler sein kann, hat Notar Joachim Schramm auf Einladung der Lichtfreunde Blasheim erklärt. In seinem Vortrag drehte sich alles um Vollmacht und Patientenverfügung.

Von Jessica Eberle
Notar Joachim Schramm während seines Vortrages bei den Lichtfreunden.
Notar Joachim Schramm während seines Vortrages bei den Lichtfreunden. Foto: Jessica Eberle

Als Notar Schramm über das Thema »Altersvorsorge« referierte, fiel oft der Begriff des »vorletzten Willens«. Und darum ging es auch: Was kann ich tun, bevor es mit meinem Leben zu Ende geht? Wie wird gewährleistet, dass alles zu meiner Zufriedenheit abläuft? Stichwort des Abends deshalb: Selbstbestimmung. Als eine Möglichkeit hierfür nannte Schramm die sogenannte Generalvollmacht: »Es mag paradox klingen, von Selbstbestimmung zu sprechen, wenn eine andere Person für einen entscheidet. Im Zweifelsfall ist es jedoch wichtig und sinnvoll, dass eine Person des Vertrauens für jemanden einsteht, wenn man selbst es nicht mehr kann.«

Vertrauensperson sollte im Vorfeld ausgewählt werden

Schramm verwies darauf, dass der Bevollmächtigte mit der Generalvollmacht Einfluss auf alle rechtlichen Angelegenheiten des Patienten habe: Das gilt für Bankgeschäfte, Immobilienverkauf und die Auswahl der Unterkunft. Ohne diese Vollmacht würde ein Gericht über das Schicksal des Patienten entscheiden. Hier gebe es jedoch ein Problem: »Das Gericht entscheidet im Zweifel nur über Notwendigkeiten. Es weiß jedoch nicht, in welchem Verhältnis der Patient zu den Personen steht, die sich im Notfall um den Patienten kümmern müssen«.

Um Konflikte zu vermeiden sei eine im Vorfeld ausgewählte Vertrauensperson die optimale Lösung. Auch solle man nicht zu lange damit warten: »Bei Krankheiten wie Demenz kann man planen. Bei Schlaganfällen oder einem Unfall geht das nicht mehr«, warnte der Notar. Auch die Patientenverfügung sei eine Untergruppe der Vollmacht. Hier dürften die Bevollmächtigten über Dinge wie lebenserhaltende Maßnahmen oder die Zugabe von Opiat- und Morphiumpräparate sowie künstliche Ernährung entscheiden.

Blasheimer Lichtfreunde bestehen bald seit 30 Jahren

Zuvor wurde beim Treffen der Lichtfreunde Rückschau auf die Ereignisse des vergangenen Jahres gehalten. Der Vorsitzende Walter Hoffmann betonte, wie wichtig es gewesen sei, »die Kirche wieder ins Dorf zu bringen«. Konkret war damit die Beleuchtung der Blasheimer Kirche gemeint. Momentan erstrahlt das Gotteshaus in Blau- und Grüntonen. »Früher war Blasheim der unsichtbare Teil zwischen Lübbecke und Holzhausen. Jetzt erkennt man an der Kirche direkt, wo man ist – nämlich in Blasheim«, sagte Hoffmann. In einer Diashow präsentierte der Vorsitzende die verschiedenen »Gesichter« der Kirche. Auf den Bildern waren Beleuchtungen aller Art zu sehen.

Hoffmann verwies auch auf das 30-jährige Bestehen der Blasheimer Lichtfreunde im Jahr 2019. Gleichzeitig wird Blasheim dann 1050 Jahre alt, und auch der Blasheimer Markt wird zum 450. Mal veranstaltet. Hoffmann: »Mal gucken, ob wir zu Ehren dieser ganzen Feierlichkeiten nicht etwas Besonderes veranstalten, ein Konzert vielleicht.«

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