Feuerwehrleute aus Obermehnen, Stockhausen und Blasheim sind umgezogen Drei Löschgruppen unter einem Dach

Blasheim (WB). Vor einigen Tagen sind die Löschgruppen aus Blasheim, Obermehnen und Stockhausen ins neue Feuerwehrgerätehaus am Grünen Weg eingezogen. Seine Feuertaufe hat das Gebäude bereits hinter sich. Vor elf Tagen fuhren die Männer vom Löschzug West von hier aus zum Brand in einem Mehrfamilienhaus an der Hauptstraße.

Von Kai Wessel
Drei Löschgruppenführer und ihr Zugführer vereint im neuen Gerätehaus (von links): Christoph Aspelmeier (39, Stockhausen), Mario Backhaus (50, Obermehnen) und Marco Engelbrecht (42, Blasheim) sowie Mario Bringewatt (43, Zugführer).
Drei Löschgruppenführer und ihr Zugführer vereint im neuen Gerätehaus (von links): Christoph Aspelmeier (39, Stockhausen), Mario Backhaus (50, Obermehnen) und Marco Engelbrecht (42, Blasheim) sowie Mario Bringewatt (43, Zugführer). Foto: Kai Wessel

Nach der Alarmierung vergingen 5,25 Minuten, ehe das erste Löschfahrzeug am Brandort stand. Maik Entgelmeier, stellvertretender Feuerwehrchef der Stadt, nennt die Zeit des Löschzuges West »sportlich«. In den so genannten Hilfsfristen, Qualitätskriterium der Feuerwehr, sind acht Minuten von der Alarmierung bis zum Eintreffen vorgesehen.

Alarm während der ersten Sitzung

Christoph Aspelmeier, Löschgruppenführer aus Stockhausen, spricht von einer glücklichen Fügung: »Wir hatten hier gerade unsere erste Sitzung und haben Schweinebraten gegessen, als der Alarm losging. Klar, dass man dann schnell in den Fahrzeugen sitzt.« Aspelmeier sieht den Start im neuen Zuhause als geglückt. Zumal das neue Gebäude bislang ungewohnten Komfort bietet: »Wir haben hier unsere eigenen Duschen. In Stockhausen mussten wir immer in die Sporthalle.«

Für den Obermehner Löschgruppenführer Mario Backhaus ist die Anfahrt derzeit das einzige Problem: »Bislang bin ich immer links an der Bergstraße zu unserem Gerätehaus hochgefahren, jetzt muss ich nach rechts. Das ist noch ungewohnt.« Ihn hat das Platzangebot im neuen Domizil überrascht: »Das ist alles viel größer hier.« Und moderner: Die Türen zum Feuerwehrgerätehaus öffnen sich nicht mehr mit einem klassischen Schlüssel, sondern elektronisch. Im Gebäude sorgen Bewegungsmelder, beispielsweise in den Sanitärbereichen dafür, dass das Licht angeht. Barrierefreiheit ist Standard, eine Küche gibt’s auch.

60 Feuerwehrleute aus drei Löschgruppen

Derzeit warten Pokale, Wimpel und andere Dinge, von denen sich die Löschgruppen beim Umzug nicht trennen konnten, auf einen neuen Platz. »Hier kommen noch neue Möbel und Vitrinen hin«, sagt Zugführer Mario Bringewatt. Priorität hat für ihn aber, dass sich die Löschgruppen mit dem Material der anderen, insbesondere den Fahrzeugen, vertraut machen. Deren sechs stehen nun in der großen Halle – ebenso vereint, wie die 60 Feuerwehrleute der drei Löschgruppen.

Altes Gerätehaus in Blasheim ist verkauft

Bei der Grundsteinlegung im Mai 2017 hat die Stadt die Kosten für das neue Feuerwehrgerätehaus auf 1,35 Millionen Euro beziffert. Die endgültige Abrechnung steht allerdings noch aus. Vom Land NRW kommen Zuschüsse in Höhe von 210.000 Euro.

Das alte Feuerwehrgerätehaus in Blasheim wurde nach Auskunft der Stadt zu einem »marktgängigen Preis« an einen neuen Besitzer veräußert. Das Gerätehaus in Stockhausen wird vermietet. Die Unterkunft der Obermehner bleibt hingegen im Besitz der Stadt. Hier soll der Bauhof Material einlagern.

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