Bewohner erleidet Rauchgasvergiftung – hoher Sachschaden Feuer im Mehrfamilienhaus

Lübbecke (WB/kk). Ein Mehrfamilienhaus in Blasheim ist am Samstagabend aus bislang ungeklärter Ursache in Brand geraten. Ein 58-Jähriger bemerkte den Ausbruch des Feuers in seiner Dachgeschosswohnung und verständigte die Polizei. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr hatten mit starkem Wind zu kämpfen, bis sie den Flammen Einhalt bieten konnten.

Von der Drehleiter aus löscht die Freiwillige Feuerwehr aus Lübbecke den Brand in der Dachgeschosswohnung.
Von der Drehleiter aus löscht die Freiwillige Feuerwehr aus Lübbecke den Brand in der Dachgeschosswohnung. Foto: Florian Hemann

Der Bewohner informierte nach Angaben der Polizei sofort alle Mitbewohner des Hauses, so dass alle Personen das Gebäude an der Hauptstraße 10 rechtzeitig verlassen konnten. Er selbst wurde jedoch leicht verletzt – mit einem Verdacht auf Rauchgasvergiftung kam er ins Lübbecker Krankenhaus. Durch den Alarm eines Rauchmelders war der 58-Jährige auf den Brand in seiner Wohnung aufmerksam geworden.

Wenige Minuten später, gegen 20.30 Uhr traf die Freiwillige Feuerwehr ein. Zunächst waren die beiden Löschzüge Stadt-Mitte und West verständigt worden, 15 Minuten später folgte die Nachalarmierung des Löschzuges Ost. 64 Kameraden waren schlussendlich am Brandort sowie zwölf Einsatzfahrzeuge.

Starker Wind erschwert Löscharbeiten

Maik Entgelmeier leitete den Einsatz. »Als klar war, dass wir im Innenangriff mit schwerem Atemschutz vorgehen müssen, haben wir noch die Kameraden aus Ost angefordert. Das ist sehr personalintensiv und bedeutet eine schwere körperliche Belastung.« Nach 25 Minuten müssten Atemschutzgeräteträger ausgetauscht werden, so der Fachmann.

Beim Eintreffen der Helfer schlugen bereits die Flammen aus dem Dach des Acht-Parteien-Wohnhauses. »Durch starken Wind breitete sich der Rauch massiv aus, und wir hatten starken Funkenflug und Wärmestrahlung«, sagte Entgelmeier. Unter normalen Bedingungen ziehe der Rauch nach oben ab, in diesem Fall aber sei er nach unten gedrückt worden. Darum habe man das Nachbargebäude vorsorglich bis 23.15 Uhr räumen lassen.

Von der Drehleiter aus, mit Löschwasser aus zwei B-Rohren, bekämpfte die Feuerwehr den Brand. »Um 23.30 Uhr war das Feuer unter Kontrolle. Bis 6 Uhr am Sonntag haben wir mit zwölf Kräften eine Brandwache eingerichtet«, so der stellvertretende Leiter der Wehr. Für die Löscharbeiten musste die angrenzende B 65 für sechs Stunden gesperrt werden.

Haus nicht bewohnbar

Bewohnbar ist das Haus derzeit nicht. Der Sachschaden wurde auf einen deutlich sechsstelligen Betrag geschätzt. Die Mindener Kriminalpolizei nahm die ersten Ermittlungen zur Brandursache noch in der Nacht auf.

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