Meister Jörn Brinkmeier (27) übernimmt Traditionsbetrieb von Heinrich Hartmann Fleischerei Reinköster unter neuer Leitung

Blasheim/Gestringen (aha). Mit Beginn dieses Jahres hat Jörn Brinkmeier die Geschäftsleitung der traditionsreichen Fleischerei Reinköster übernommen. Heinrich Hartmann, der langjährige Chef des Hauses, hat damit seine Aufgaben in die jüngeren Hände seines 27-jährigen Nachfolgers gelegt. »Er wird aber weiterhin im Geschäft mitarbeiten, damit der Übergang möglichst reibungslos verläuft«, erklärt der junge Fleischermeister Brinkmeier. Zunächst einmal wolle Hartmann wenigstens bis Ende dieses Jahres mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Der 27-jährige Fleischermeister Jörn Brinkmeier (rechts) hat die Geschäftsführung der Fleischerei Reinköster übernommen. Das Handwerk lernte er bei seinen Eltern Bernd und Heidi Brinkmeier, die ihm auch im Betrieb zur Seite stehen.
Der 27-jährige Fleischermeister Jörn Brinkmeier (rechts) hat die Geschäftsführung der Fleischerei Reinköster übernommen. Das Handwerk lernte er bei seinen Eltern Bernd und Heidi Brinkmeier, die ihm auch im Betrieb zur Seite stehen. Foto: Arndt Hoppe

Doch Brinkmeier sieht für den Übergang keinerlei Probleme. Unter anderem, weil seine Familie bestens mit der Fleischerei Reinköster vertraut ist. »Meine Eltern haben jahrelang hier im Betrieb gearbeitet. Dann haben sie sich mit einer Fleischerei in Langenhorn bei Niebüll in Schleswig-Holstein selbstständig gemacht.« Dort im Geschäft der Eltern lernte Jörn Brinkmeier das Fleischerhandwerk von der Pike auf, doch letztlich zog es die ganze Familie wieder zurück in die heimischen Gefilde am Wiehen. Bei Reinköster arbeitet Jörn Brinkmeier nun wieder Hand in Hand mit Vater Bernd und Mutter Heidi.

»Ich kenne die Bauern persönlich«

Er hat zwischenzeitlich auch in Hessen Erfahrungen in der Fleischindustrie gesammelt und sagt: »In der industriellen Produktion geht einem der Bezug zum Lebensmittel verloren. Hier kenne ich die Bauern persönlich und weiß, wie ihre Tiere gehalten werden.« Zwar schlachte Reinköster nicht selbst, lasse aber regelmäßig in Diepenau ausgewählte Tiere schlachten. »Auch sonst bleibt, was Qualität und Frische angeht, alles auf dem gewohnt hohen Niveau«, sagt der Fleischermeister. »Und natürlich behalten wir auch die bewährten und bei unseren Kunden beliebten Rezepturen des Hauses Reinköster bei.« All diese Spezialitäten werden die Kunden auch künftig in den beiden Geschäften in Blasheim und Gestringen finden. »Ich möchte das Fleischerhandwerk auch jungen Leuten wieder schmackhaft machen«, sagt der 27-Jährige. Daher bilde Reinköster auch weiterhin aus.

Für die Zukunft strebt Brinkmeier außerdem die Wildzulassung an. Bislang zerlegt der Betrieb zwar Wild als Dienstleistung für den privaten Eigenbedarf von Jägern. »Künftig könnten wir diese Spezialitäten dann aber auch in unseren Läden vermarkten.«

Lieferant beim Freeway-Cup

Seit Jahren beliefert die Fleischerei Reinköster mit ihrem Catering auch viele Veranstaltungen von der privaten Feier bis zur Großevent. »An diesem Wochenende sind wir zum Beispiel wieder beim Freeway-Cup in der Kreissporthalle Lübbecke dabei«, sagt Jörn Brinkmeier. »Die Zuschauer können sich auf die Reinköster-Bratwurst freuen. Für die Sportler bereiten wir Menüs vor, mit leckeren Schnitzeln und Spaghetti Bolognese.«

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