Lübbecker Rassetaubenschau erstmals in Lübbecke – Ernsthausen erhält Bundesmedaille Schöne Zitterhälse und Zwergkröpfer

Lübbecke (WB). Nach 50 Jahren auf dem Gebiet der Stadt Espelkamp hat die Lübbecker Rassetaubenschau in den Räumen der Raiffeisen Lübbecker Land AG am Lübbecker Hafen ein neues Zuhause gefunden. »Nun wird die Schau ihrem Namen gerecht«, befand Ausstellungsleiter Frank Ernsthausen bei der Eröffnung der 51. Taubenschau.

Von Ria Stübing
Ausstellungsleiter Frank Ernsthausen erhält von Kirstin Korte den Landrat-Pokal.
Ausstellungsleiter Frank Ernsthausen erhält von Kirstin Korte den Landrat-Pokal. Foto: Ria Stübing

Günter Droste vom Landesverband der Rassegeflügelzüchter Westfalen-Lippe berichtete gar von »einem Kribbeln im Bauch«, nachdem er den neuen Veranstaltungsort anlässlich der Geflügelschau erstmals gesehen hatte. Diesmal würdigte er besonders die drei Sonderschauen (Stargarder Zitterhälse, Englische Zwergkröpfer und Amsterdamer Kröpfer). Zudem durfte Droste eine Bundesmedaille an Frank Ernsthausen überreichen, die jener für seine Tauben der Rasse Dt. Modeneser Magnani vielfarbig erhielt.

Schau ist Werbung für den Mühlenkreis

Kirstin Korte, stellvertretende Landrätin des Kreise Minden-Lübbecke, bekundete, dass sie »auf die Begründung einer neuen Tradition für das nächste halbe Jahrhundert« hofft. »Sie sorgen für den Erhalt dieser Rassen und dafür gebührt Ihnen großer Dank«, richtete sie das Wort an die versammelten Züchter. »Mit Ihrem Engagement betreiben Sie auch ein Stück Werbung für den Kreis Minden-Lübbecke«, schloss Korte.

Rassetypische Merkmale nicht herauszüchten

Kai Schnellbächer, Vorsitzende des Sondervereins der Züchter Stargarder Zitterhälse, Ostpreußischer Werfer und Pommerscher Schaukappen bedankte sich dafür, dass die Sonderschau »Stargarder Zitterhälse« im Rahmen der Lübbecker Rassetaubenschau durchgeführt werden durfte. Ziel ihrer Arbeit sei es, alte Taubenrassen zu erhalten und darauf zu achten, dass die rassetypischen Merkmale nicht zu extrem herausgezüchtet würden, sagte Schnellbächer: »Der Deutsche neigt ja zum Extremen«, merkte sie mit einem Schmunzeln an. Man unterstütze auch wissenschaftliche Arbeiten, die belegen sollen, dass diese alten Rassen lebens- und erhaltenswert seien.

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