Etwa 500 beim Konzert in der Stadthalle Lübbecke Fans feiern mit No Mercy30. Vorsilverster-Kultparty

Lübbecke (WB). Für viele Musikfans und Partyfreunde im Lübbecker Land gehört das Vorsilvester-Konzert der Band No Mercy zu einem gelungenen Jahreswechsel wie Böller, Bleigießen und Berliner. Am Samstag feierten etwa 500 Besucher in der Stadthalle mit den Rockern die 30. Auflage der Kultparty.

Von Arndt Hoppe
Die No-Mercy-Sänger Klaus Eckhardt (Mitte) und Volker Helmke (rechts) und Multiinstrumentalist Bernd Levien (links) haben ihre Fans gleich zu Beginn mit einem Stones-Klassiker eingeladen: »Let’s spend the night together«.
Die No-Mercy-Sänger Klaus Eckhardt (Mitte) und Volker Helmke (rechts) und Multiinstrumentalist Bernd Levien (links) haben ihre Fans gleich zu Beginn mit einem Stones-Klassiker eingeladen: »Let’s spend the night together«. Foto: Arndt Hoppe

Und die acht bestens aufgelegten Musiker taten beim Konzert in der Stadthalle das, was ihnen und ihrem Publikum seit inzwischen drei Jahrzehnten Spaß macht: Sie rockten den Saal vornehmlich mit unvergänglichen Hits der »Sixties«.

Jedes Jahr Party am 30. Dezember

»Gleich im ersten Jahr unseres Bestehens haben wir ein Konzert am 30. Dezember veranstaltet. Und das haben wir seit dem in jedem Jahr so gemacht«, sagte Gitarrist Karl-Friedrich »Kalle« Rüting im Gespräch vor dem Auftritt. Er gründete No Mercy im Jahr 1988 zusammen mit Stein-Erik Bringeland (Gitarre), Horst Husemöller (Gesang) und Eckhard Rumsch (Bass) sowie dem inzwischen verstorbenen Eckhard Horstmeier (Schlagzeug).

Bei einer so langen Bandhistorie bleiben Veränderungen nicht aus. So stießen nach und nach Rüdiger Janetzki (Klavier, Orgel, Gesang), Bernd Levien (Gitarre, Flöte, Keyboard, Gesang), Klaus Eckhard (Gesang, Percussion), Volker Helmke (Gesang, Ukulele) Christian Paul (Schlagzeug) hinzu, während Sänger Horst Husemöller die Band vor fünf Jahren verließ.

Legendäre Zeiten im Gasthaus Blase

Eine wesentliche Veränderung hatte in dieser Zeit auch das Kultkonzert an Vorsilvester erlebt. Denn bis 2012 war diese Nacht im Gasthaus Blase in Gehlenbeck gefeiert worden. Gerne erinnern sich die Bandmitglieder und viele der treuen Fans noch heute an die unvergleichliche Atmosphäre im Saal Blase, der dann meist zum Bersten gefüllt war. »Es hat ein bisschen gedauert, bis die Party auch in der Stadthalle wieder Fahrt aufgenommen hat. Aber jetzt nach fünf Jahren und zur 30-Jahr-Feier sind wir mit der Resonanz sehr zufrieden«, sagte Kalle Rüting. Er gehört mit 67 Jahren zu den drei Ältesten von No Mercy. Seit 2013 und 2014 sind die »Youngster« Volker Helmke und Christian Paul dabei. »Ursprünglich wollten wir eine reine Sixties-Band sein. Aber auch unser Repertoire hat sich durch neuere Songs immer wieder etwas verjüngt«, sagte Kalle Rüting.

Weiterfeiern mit The Travellers

Und so stimmte No Mercy, nachdem The Cone Brothers die Partygäste mit Hits der 50-er Jahre langsam in Fahrt gebracht hatten, die Hörer gleich mit einem Stones-Klassiker auf eine lange Feier ein: »Let’s spend the night together«. Ebenso wenig fehlen durften Titel von den Beatles, Creedence Clearwater Revival, Bob Dylan, den Kinks und vielen anderen. Das gesamte Repertoire schätzten Kalle Rüting und Bernd Levien auf mehr als 100 Songs. Davon konnten natürlich nicht alle an diesem Abend gespielt werden. Aber der Kinks-Hits »Lola«, der stets von den Fans gefordert wird, musste ebenso dabei sein wie bewährte Abschiedssong »Knockin’ on heaven’s door«.

Im Publikum trafen sich an diesem Abend nicht nur grauhaarige No-Mercy-Fans der ersten Stunde, sondern auch zahlreiche jüngere Zuhörer, die sich mit guter alter Rockmusik auf den Wechsel in das neue Jahr 2018 einstimmten. Nach einigen Zugaben entließen sie die Band unter großem Applaus von der Bühne.

Weil sie selbst noch ein wenig feiern wollten, hatten die Musiker als dritte Band des Abends The Travellers ins Boot geholt. Gemeinsam mit Freunden und Fans dauerte die Party noch bis tief in die Nacht an.

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