Marktplatz-Eröffnung: Bürgermeister will weiter in die Attraktivität der Stadt investieren Für Familien zählt Wohnqualität

Lübbecke (WB). Die Stadt soll schöner werden. Lübbeckes Attraktivität und Aufenthaltsqualität stehen auf der Agenda von Bürgermeister Frank Haberbosch weit oben. Der neu gestaltete Marktplatz ist abgehakt. Doch er wird nicht die letzte Baumaßnahme bleiben.

Von Kai Wessel
Bürgermeister Frank Haberbosch hat in seiner Festrede auf dem Marktplatz weitere Investitionen in die Attraktivität der Stadt angekündigt.
Bürgermeister Frank Haberbosch hat in seiner Festrede auf dem Marktplatz weitere Investitionen in die Attraktivität der Stadt angekündigt. Foto: Kai Wessel

Bei seiner Festrede am Sonntag deutete der Bürgermeister an, dass die Fertigstellung des Platzes nur ein Etappenziel auf einem langen Weg ist: »Wir müssen diese Stadt zukunftsfähig machen. Lübbecke hat eine Zentralitätsfunktion für 80 000 Menschen.« Haberbosch will Lübbecke, das 14 000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze hat und damit im Vergleich zu Städten vergleichbarer Größe gut dastehe, nicht nur als Einzelhandels- und Dienstleistungsstandort stärken, sondern auch als Wohnort. Für Familien seien nicht nur Baugrundstücke und Bildungsangebote wichtige Argumente, sondern vor allem auch Wohnqualität: »Die Leute ziehen dahin, wo es schön ist.«

Facelift für Lübbeckes Innenstadt

Das Facelift von Lübbeckes Innenstadt soll deshalb weitergehen. Das kostet Geld. Seit 2009 läuft das Stadtentwicklungskonzept (ISEK) mit einem Gesamtvolumen von 7,5 Millionen Euro. 3,4 Millionen Euro davon sind Fördermittel. Den Restbetrag von 4,1 Millionen Euro muss die Stadt allerdings nicht allein finanzieren, denn es gibt auch private Investoren. Bestes Beispiel für solch ein privates Engagement ist die bereits abgeschlossene Sanierung des Burgmannshofes. Sie kostete etwa eine Million Euro.

Lange To-do-Liste

Bei den Aufgaben, die noch anstehen, wird Geld aber erforderlich sein: »Wir müssen weiter anpacken und investieren«, sagt Haberbosch, der die Finanzlage der Stadt angesichts vorhandener Rücklagen als gut bezeichnet. Dass sich die Einnahmen im laufenden Haushaltsjahr positiv entwickeln und wahrscheinlich über den Erwartungen liegen, sei ebenfalls hilfreich, so der Bürgermeister. Auf der To-do-Liste zur Stadtverschönerung stehen nämlich noch die neue Pflasterung für Stein- und Scharrnstraße, die Umgestaltung des Feuerwehrplatzes und das Fassadenprogramm. Für das dann folgende Stadtentwicklungskonzept (»es muss fortgeschrieben werden«) sind die Bereiche Tonstraße, Bergertorstraße und Fünfhausen vorgesehen, ebenso das Areal des ehemaligen Freibades an der Obernfelder Allee.

Darüber hinaus ist die Verlängerung der Fußgängerzone in westlicher Richtung bis zur Kreuzung Bahnhofstraße/Osnabrücker Straße in Planung. Und – nicht zu vergessen – die Entwicklung am Westertor. All das seien Investitionen in die Wettbewerbsfähigkeit und Zukunft der Stadt.

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