St.-Andreas-Kirche in Alswede wird geschlossen – Sanierung soll im Frühjahr beginnen Schwamm nagt am Gebälk

Lübbecke (WB). Hiobsbotschaft für die Kirchengemeinde Alswede: Der Hausschwamm hat sich in der St.-Andreas-Kirche eingenistet. Er nagt am Gebälk. Um den gefährlichen Schädling zu entfernen, wird das Gotteshaus für mehrere Monate geschlossen. Die Kosten der Sanierung beziffert Pfarrer Michael Weber auf mindestens 100.000 Euro.

Von Klara Stübing und Kai Wessel
Kirchbaumeister Martin Lückermann (links) und Pfarrer Michael Weber zeigen auf eine Stelle im Boden, in der sich der Hausschwamm eingenistet hat. Einige Planken aus Fichtenholz sind so zerfressen, dass sie zu brechen drohen.
Kirchbaumeister Martin Lückermann (links) und Pfarrer Michael Weber zeigen auf eine Stelle im Boden, in der sich der Hausschwamm eingenistet hat. Einige Planken aus Fichtenholz sind so zerfressen, dass sie zu brechen drohen. Foto: Kai Wessel

Aufgefallen ist das Problem im vergangenen Jahr. Beim Gang durch die Kirche gab der Holzboden unter den Füßen von Pfarrer Klaus-Dieter Obach nach. »Er brach mit dem Fuß durch eine Planke und stand plötzlich 20 Zentimeter tiefer«, berichtet Kirchbaumeister Martin Lückermann. Dieser Vorfall führte dazu, dass die Kirchengemeinde eine Untersuchung veranlasste. Das Ergebnis bestätigte die Befürchtungen von Lückermann. Vor allem im Bereich der hinteren Sitzreihen habe sich der Schadpilz ausgebreitet.

Nach derzeitigem Stand könnte die Sanierung in der zweiten Maiwoche beginnen, unmittelbar nach der Konfirmation. Um an alle Stellen des Holzbodens zu gelangen und ihn ausbauen zu können, werden die Sitzbänke zunächst in die eine Hälfte der Kirche verschoben, dann in die andere. Nachdem die Planken entfernt wurden, werden Fliesen verlegt. Geplant ist zudem eine Fußbodenheizung, um einen neuerlichen Befall zu verhindern. Die Sanierung wird mehrere Monate in Anspruch nehmen.

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