Stimmungskünstler Lorenz Büffel singt auf dem Blasheimer Markt Auftakt mit Gedränge

Lübbecke (WB). So voll war es schon lange nicht mehr. Zum Auftakt des Blasheimer Marktes haben sich am Donnerstag tausende Besucher an den Karussells , Buden und in den Festzelten getummelt. Für einen Polizeieinsatz sorgte ein Gedränge am Bahnübergang Marktstraße.

Von Andreas Kokemoor und Kai Wessel
Ein Selfie mit dem Stimmungskünstler Lorenz Büffel.
Ein Selfie mit dem Stimmungskünstler Lorenz Büffel. Foto: Andreas Kokemoor

Büffel singt »Johnny Däpp«

Stimmungskünstler Lorenz Büffel (37) ist am Donnerstagabend bei der Partynacht im Festzelt von Meiers Deele ein würdiger Ersatz für Ikke Hüftgold gewesen. Hüftgold hatte sich auf Mallorca schwere Prellungen zugezogen. Er war am Ballermann von der Bühne gestürzt und musste Blasheim kurzfristig absagen.

Büffel ließ den ursprünglich angekündigten Star vergessen. Als er Hüftgolds »Kartoffelsalat-Lied« mit den ersten vier Worten ansang, protestierte das Volk und forderte lautstark »Johnny Däpp«. Diesen Partyhit von Büffel gab’s anschließend gefühlt in Dauerschleife zu hören: »Däpp, Däpp, Johnny Däpp.« Zwischendurch war Zeit für Geständnisse: »Ich kann nur ein Lied singen«, räumte der gebürtige Tiroler ein. »Alles andere ist Mini-Playback-Show.« Die Reaktion: Gejohle im Festzelt, Smartphones wurden gezückt, Selfies gemacht. Büffel überzeugte mit schicker Sonnenbrille, Kapitänsbinde in Deutschlandfarben und einem 60-minütigem Einsatz, der sich in zahlreichen Schweißperlen manifestierte. Der Entertainer hatte Blasheim im Griff. Sein Auftritt wird allen, die ihn gesehen haben, wohl noch lange in Erinnerung bleiben.

Engpass Bahnübergang

Auch dieses Jahr wollten wieder viele Besucher das Feuerwerk am Nachthimmel bestaunen und für eine bessere Sicht die Bahnschienen überqueren. Doch am Übergang kam es zu einem großen Stau und Gedränge. Im Internet schildert eine Besucherin ihre Not mit einem Kleinkind im Kinderwagen: »Alle Leute haben gedrängelt und geschubst. Das war unglaublich.« Auch andere berichten von Platzangst und der Sorge, nicht zu wissen, ob man in dem Pulk nur zwei oder 20 Minuten stecken bleiben müsse. Schließlich habe man hinten weder die Stauursache noch Securityleute sehen können. Erst einige Zeit nach dem Feuerwerk löste sich die Menge auf. Eine Warnung vor der Engstelle wäre gut gewesen, meinte eine Besucherin gegenüber dieser Zeitung.

Geschiebe an dieser Stelle ist nicht neu, wohl aber das Ausmaß. Der Grund ist der umgestaltete Bahnübergang, den keine Fahrzeuge mehr passieren dürfen. Dabei hat die Deutsche Bahn die Asphaltierung zwischen den Schienen schmaler gemacht als der Weg davor und danach. Absperrungen bilden einen Trichter auf diese Schmalstelle hin. Die Stadt hatte angesichts der neuen Lage einen Sicherheitsexperten beauftragt. Sein Urteil: Die Absperrungen zu entfernen, würde eine Stolperfalle produzieren. Alternativ wäre nur eine Vollsperrung möglich. Als »unglücklich und verbesserungswürdig« bezeichnet die Stadt die Situation. Dezernent Rolf Kleffmann kündigte Gespräche mit der Bahn an, damit der Übergang im nächsten Jahr während des Marktes wieder in voller Breite geöffnet werden kann.

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