Besitzer Rüdiger Schulz vermutet gezielten Anschlag auf seine Person Achtjähriger Hund Paula wurde vergiftet

Lübbecke (WB). Die achtjährige Münsterländerhündin Paula ist am Sonntag vergiftet worden. Der stadtbekannte Hund starb nach langem Kampf am Mittwoch in einer Tierklinik. Besitzer Rüdiger Schulz ist überzeugt: durch den Anschlag auf seinen Hund sollte er ganz persönlich getroffen werden.

Von Christian Busse
Paula wenige Tage vor ihrem Tod während eines Kurzurlaubs am Meer.
Paula wenige Tage vor ihrem Tod während eines Kurzurlaubs am Meer.

Am Sonntagabend, 28. August, während des Tatorts stürmte der Familienhund von Rechtsanwalt Rüdiger Schulz aus der Wohnung in den Garten und bellte. Offenbar hatte Paula am eigentlich unzugänglichen Zaun des Gartens jemanden bemerkt. Schnell beruhigte sich Paula wieder. Besitzer Rüdiger Schulz maß dem Vorfall erst keinerlei Bedeutung zu. Doch offenbar wurde Paula von Unbekannten bei diesem Vorfall gezielt vergiftet. In der Nacht übergab sich die achtjährige Hündin. Am Montag früh brachte sie Rüdiger Schulz in die Tierklinik. Der Tierarzt stellte zweifelsfrei eine massive Vergiftung fest. Zwei Tage später starb Paula nach qualvollem Kampf in der Tierklinik.

Drei Tage im Todeskampf

»Jemand muss am Sonntag durchs Gebüsch gekrochen sein und durch den Zaun einen vergifteten Köder geworfen haben«, sagt Rüdiger Schulz. Ihm ist der Schmerz durch den Verlust des geliebten Tieres anzusehen. Einen Grund weshalb jemand Paula vergiften sollte, kann sich sein Besitzer nicht vorstellen. »Paula war absolut friedlich, hat kaum gebellt, war freundlich zu allen Menschen«, erzählt Schulz. Außerdem sei Paula in ganz Lübbecke bekannt und beliebt gewesen. »Feinde hatte sie nicht. Sie kam mit allen Menschen und Hunden gut zu recht. Sie war ein gutmütiges Tier«, so Schulz.

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Der Anschlag hat mir gegolten. Jemand wollte mich persönlich treffen in dem er meine Paula vergiftet.

Rüdiger Schulz, Rechtsanwalt und streitbarer Ex-Politiker

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Der streitbare Rechtsanwalt und ehemalige Lokalpolitiker vermutet jedoch, dass Paula sterben musste, weil jemand ihm persönlich schaden will: »Der Anschlag hat mir gegolten. Jemand wollte mich persönlich treffen in dem er meine Paula vergiftet. Und das ist ihm überaus gelungen, weil mir der Hund viel bedeutete«, sagt der ehemalige Beigeordnete der Stadt Lübbecke und ehemalige Ratsmitglied mehrerer Fraktionen. Dass sich jemand allerdings einen wehrlosen Hund als Ziel aussucht, lässt Schulz fassungslos zurück. »Wie kann jemand so herzlos sein und unseren unschuldigen Familienhund so quälen. Das ist unmenschlich. Ich bin fassungslos und unglaublich wütend.« Nach Angaben der Polizei ist das der erste Vorfall dieser Art seit einigen Monaten.

Täter droht drei Jahre Haft

Rüdiger Schulz hat Strafanzeige gegen Unbekannt »wegen aller in Betracht kommender Delikte« gestellt. Neben Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch kommt auch ein Verstoß gegen § 17 Tierschutzgesetz in Betracht. Danach droht dem Täter eine Haftstrafe von bis zu drei Jahren. Schulz bittet Zeugen, die am Sonntag gegen 21.15 Uhr an seinem Wohnort an der Niedertorstraße etwas ungewöhnliches bemerkt haben, sich bei der Polizei zu melden. Hinweise nimmt die Polizei unter Telefon 05741/2770 entgegen.

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