446. Blasheimer Markt ist eröffnet Da kommt Feierlaune auf

Blasheim(WB). Der 446. Blasheimer Markt ist eröffnet. Gestern strömten bereits zahlreiche Familien, junge Leute und sonstige Feierwillige auf den großen Festplatz unterm Riesenrad. Bürgermeister Eckhard Witte: »Vier Tage Blasheimer Markt – nun sind wieder Kondition und Durchhaltevermögen gefragt.«

Von Friederike Niemeyer
Lecker süß und nach Orange schmeckt die Zuckerwatte: Die siebenjährigen Freundinnen Selina und Angelique aus Nettelstedt sowie Mutter Swetlana Gaj beißen gerne hinein.
Lecker süß und nach Orange schmeckt die Zuckerwatte: Die siebenjährigen Freundinnen Selina und Angelique aus Nettelstedt sowie Mutter Swetlana Gaj beißen gerne hinein. Foto: Oliver Schwabe

Etwa 300 Schausteller haben auf dem 65 000 Quadratmeter großen Festgelände ihre Buden und Fahrgeschäfte unter den wachsamen Augen von Marktmeister Jörg Redeker aufgebaut. Polizei, Feuerwehr, DRK, Marktausschuss und Verwaltung – alle wollen für einen friedlichen Festablauf sorgen und konnten sich des Danks der Ehrengäste bei der Eröffnung sicher sein.

Bürgermeister Eckhard Witte eröffnete zum letzten Mal in dieser Funktion um punkt 16 Uhr den Markt und zapfte kurz darauf im Rose-Zelt das Barre-Festbier an. Er wünschte allen Gästen einen vergnügten Marktbesuch, eine Auszeit von den drängenden Problemen des Alltags. Landrat Ralf Niermann stellte die Bedeutung des Blasheimer Marktes für den Kreis und die gesamte Region heraus. »Der Blasheimer Markt ist Teil unseres Mühlenkreis-Lebensgefühls«, sagte Niermann. »Das Blama-Gen ist im Erbgut der Lübbecker fest verankert.« Schausteller-Vertreter Klaus Wilhelm setzte noch einen drauf: »Der Besuch eines Volksfestes wie des Blasheimers müsste auf Krankenschein erhältlich sein.« Schließlich würde man dort immer wieder alte Bekannte treffen, sich unterhalten. »Auf der Bierbank sitzt hier der Maurer neben dem Professor.« Das schaffe Gemeinschaft.

Marktausschussvorsitzender Manfred Muth schlug nachdenkliche und kämpferische Töne an. Wie schon im Mittelalter sei das Marktgeschehen multikulturell geprägt. Deshalb habe auch er sich in der Tradition der alten Gaukler bunt angezogen und bemalt. »Lübbecke ist bunt. Wir mögen alle Farben, bis auf Braun.« Wer eine menschenverachtende Gesinnung habe und Hass säe, gehöre nicht zu Lübbecke, bezog er Stellung und wünschte sich einen Markt voller Toleranz und gegenseitiger Achtung. Und dann erinnerte Muth auch an den kürzlich verstorbenen Eckhard Rux, der als Ausschussvorsitzender den Markt lange Jahre geprägt habe.

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