21-Jähriger aus sorgt beim Kochen für Feuerwehreinsatz »Ich hab' den Topf vergessen«

Preußisch Oldendorf (WB). Edgar Olfert aus Preußisch Oldendorf zeigt einen Topf. Er ist völlig verbrannt. Eigentlich wollte der 21-Jährige Pommes Frites zubereiten. Das ging aber schief. Stattdessen haben der Topf und brennendes Öl – wie berichtet – für einen Einsatz der Feuerwehr gesorgt: »Ich bin froh, dass niemand zu Schaden gekommen ist«, sagt Edgar Olfert.

Von Kai Wessel
Edgar Olfert zeigt die Überreste des Kochtopfs, in dem er Pommes Frites zubereiten wollte. Weil er den Topf zu lange unbeaufsichtigt auf dem Herd gelassen hat, entzündete sich das heiße Öl. Wände und Decke seiner Wohnung sind verrußt.
Edgar Olfert zeigt die Überreste des Kochtopfs, in dem er Pommes Frites zubereiten wollte. Weil er den Topf zu lange unbeaufsichtigt auf dem Herd gelassen hat, entzündete sich das heiße Öl. Wände und Decke seiner Wohnung sind verrußt. Foto: Kai Wessel

Noch immer ärgert sich der junge Mann über seine Schusseligkeit. »Es war am Dienstagnachmittag. Ich hatte noch nichts gegessen, wollte Pommes machen.« Weil seine Fritteuse defekt war, musste  Edgar Olfert umplanen. »Ich habe einen Topf mit Öl aufgesetzt.«

Minuten später waberten  Rauchschwaden durch die Wohnung.  »Als wir den Geruch in der Nase hatten, wusste ich sofort, was los ist. Ich hatte den Topf  vergessen. Als  mir das klar wurde, rannte ich sofort zur Küche. Dort schlugen mir Flammen aus dem Kochtopf entgegen. Alles war voller Rauch, man konnte kaum noch etwas sehen.«  Olfert reagierte blitzschnell. »Ich nahm den Topfdeckel und eine Decke und warf sie auf den Topf. Dadurch gelang es mir, das Feuer zu löschen.«

Als er das Küchenfenster öffnete, um zu lüften,  sah er unten am Haus  Menschen  hinauf schauen. »Sie riefen mir zu, dass die Feuerwehr schon unterwegs sei.« Die Einsatzkräfte rückten mit einem Großaufgebot an, evakuierten das Mehrfamilienhaus und sicherten Topf und Küche. Olfert kam mit Verdacht auf Rauchvergiftung vorsorglich  ins Krankenhaus Lübbecke.

Die Feuerwehren in Deutschland bekämpfen jährlich mehrere  10 000 Küchenbrände. »Die Küche ist Brandentstehungsort Nummer eins«, sagt ein Sprecher des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung (IFS) in Kiel.  Fettbrände gehören zu den häufigsten Ursachen. Sie richten große Schäden an und fordern auch Menschenleben. Innerhalb kurzer Zeit könnten Fettbrände auf die Dunstabzugshaube und die Möbel übergreifen. Um zu sensibilisieren, hat das IFS einen Informationsfilm gedreht (www.ifs-ev.org).

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