FDP und Lübbecke konkret unterstützen CDU-Bewerber Dirk Raddy  »Ein Kandidat der Mitte« 

Lübbecke (WB). Der Wahlkampf um das Bürgermeisteramt in Lübbecke ist eröffnet. Auch wenn noch die offizielle Nominierung durch die Partei-Basis aussteht: CDU-Kandidat Dirk Raddy hat bei seiner Vorstellung am Donnerstagabend keinen Zweifel daran gelassen, dass er neuer Bürgermeister werden will.

Von Friederike Niemeyer
Dirk Raddy (Dritter von links) im Kreise seiner Unterstützer: Bernd Sasse-Westermann (LK), Kersten Bunke und Herbert Jansen (CDU), Burghard Grote (Grüne und Dieter Fette (FDP). Sie wollen sich dafür einsetzen, dass Raddy zum Nachfolger von Eckhard Witte wird.
Dirk Raddy (Dritter von links) im Kreise seiner Unterstützer: Bernd Sasse-Westermann (LK), Kersten Bunke und Herbert Jansen (CDU), Burghard Grote (Grüne und Dieter Fette (FDP). Sie wollen sich dafür einsetzen, dass Raddy zum Nachfolger von Eckhard Witte wird.

Aber nicht nur die Union setzt auf den 46-jährigen Hüllhorster. Auch FDP und Lübbecke konkret unterstützen Dirk Raddy. Das kommt im Wahlkampfslogan für den derzeitigen Finanzdezernenten zum Ausdruck: »We are Raddy – CDU, FDP, LK«. Auch die kleineren Fraktionen von Liberalen und Lübbecke konkret sind neben der Union also für Raddy – sind Raddy, wenn man den modisch-englischen Slogan wörtlich nimmt. »Ich freue mich über diese Unterstützung«, sagte der Kandidat selbst.

Raddys Wahlkampfmanager Andeas Jaeger sieht in dem Kandidaten eine mögliche »Integrationsfigur« für Lübbecke, einen Kandidaten der Mitte. Ihn selbst reizt an der Aufgabe des Bürgermeisters die Arbeit am Gemeinwohl und an der Zukunft der Stadt. Auch wenn er in Hüllhorst wohne und sich dort im Rat engagiere, sei Lübbecke nicht nur berufliche Heimat. Er sei stark in der ganzen Region vernetzt, das könne ein echter Vorteil für das Amt sein. Themen wie Familie, das Für-einander-Dasein und die Wirtschaft verbinden ihn mit der CDU. Konkrete politische Ziele will Raddy in der Mitgliederversammlung am Dienstag benennen.

CDU-Fraktionschef Kersten Bunke sieht in Dirk Raddy den überzeugenden Nachfolger von Bürgermeister Eckhard Witte. »Er ist in der Lage, die Geschicke von Lübbecke voranzubringen.« Für ihn spreche zudem, dass unter seiner Mitwirkung die Schulden der Stadt um 30 Prozent gesenkt worden seien. Und schon als Kämmerer habe er sich als »Schnittstelle« in der Verwaltung erwiesen. »Folgerichtig ist er ein echter Kandidat der Mitte, der richtige Mann«, sagte Bunke. Als Bürgermeister könne Raddy begonnene Projekte fortführen: vom Breitbandausbau über die Schulentwicklung bis zum Westertor.

Dieter Fette sagte, dass sich seine FDP sofort einig gewesen sei, Raddy zu unterstützen, und dass nicht nur, weil er »sympathisch, authentisch und kompetent« rüberkomme. »Er hat bewiesen, dass er vernünftig haushalten kann«, sagte Fette. Außerdem wisse Raddy als jemand, der 20 Jahre in führenden Positionen in Unternehmen gearbeitet habe, um die Probleme und Wünsche der Wirtschaft.

Auch bei Lübbecke konkret sei das Votum für Dirk Raddy einstimmig ausgefallen, sagte Bernd Sasse-Westermann. »Er kann unterschiedliche Interessen bündeln und auf den Punkt bringen.« Dies hätte er auch bereits bewiesen, etwa bei der Bäderfrage, die in Lübbecke so lange aufgeschoben worden sei. Außerdem hofft Sasse-Westermann auf gute Familienpolitik, schließlich sei Raddy vierfacher Vater. Dass der gebürtige Bielefelder nicht aus Lübbecke stammt, sieht er als Vorteil. So könne Raddy an viele Probleme unvoreingenommen herangehen.

Ebenfalls als Unterstützer bei der Präsentation dabei: Burghard Grote von den Grünen. Er begrüßt nicht nur, dass mit Raddy ein zweiter Kandidat und somit eine echte Wahl am 13. September gegeben sei. Er schätzt Raddy auch persönlich: »Wir haben uns des öfteren gefetzt, aber er hat sich nicht in den Schmollwinkel verzogen. Und er sitzt in Hüllhorst im Rat, weiß also, dass es Politik gibt.« Mit dem Verzicht auf das Kreis-Kämmereramt riskiere Raddy in Lübbecke viel, während der SPD-Kandidat Frank Haberbosch als Berufsbeamter nichts zu befürchten habe. Grote kritisierte, dass die SPD weder vor der Kommunalwahl noch jetzt mit den Grünen gesprochen habe.

Während sich Grote also zu Dirk Raddy bekennt, hat sich seine Partei nicht festgelegt. Und die Wählergemeinschaft (WL) prüft noch, ob sie nicht einen eigenen Bürgermeisterkandidaten ins Rennen schickt.

Am 13. Februar hatte sich die CDU-Findungskommission unter »verschiedenen qualifizierten Bewerbern« für Dirk Raddy entschieden. Der CDU-Vorstand nahm den Vorschlag am 17. Februar an, am 3. März entscheidet die Mitgliederversammlung (19 Uhr, Hotel Borchard).

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