Erster Termin für neuen Schulleiter Eberhard Hagemeier – Elf US-Schüler zu Gast  Gymnasium begrüßt Amerikaner 

Lübbecke (WB). Die Begrüßung elf amerikanischer Austauschschüler war sein erster offizieller Termin als Schulleiter. Und Eberhard Hagemeier meisterte die Aufgabe in »perfektem Englisch«, wie die Amerikaner bestätigten.

Von Christian Busse
Sie freuen sich auf zwei Wochen in Deutschland: Elf Austauschschüler aus den USA mit ihrem Lehrer Terry Legg (links).
Sie freuen sich auf zwei Wochen in Deutschland: Elf Austauschschüler aus den USA mit ihrem Lehrer Terry Legg (links).

 Zwei Wochen sind die elf Schüler mit ihren zwei Lehrern Terry Legg und Connie Beall in Lübbecke zu Gast. Zuvor haben sie schon einige Tage Berlin besichtigt. Die Gruppe stammt von der High School in Delhi aus dem Bundesstaat New York. Wer jetzt von dem Namen »New York« auf eine Großstadt schließt, der irrt sich gewaltig. »Lübbecke ist für uns groß«, sagt Alex in sehr gutem Deutsch, schickt aber erklärend auf Englisch hinterher »A big City«. In Delhi wohnen etwa 4500 Menschen. Und das sagenhafte New York ist gut 250 Kilometer entfernt.

 In Lübbecke wohnen die elf Austauschschüler bei Gastfamilien. Im Mai werden die deutschen Schüler mit ihrer Englischlehrerin Silke Horst den Gegenbesuch antreten. »Ihr seid hier, um neue Erfahrungen zu machen, neue Menschen und Kulturen kennenzulernen und nicht zuletzt um Bekanntschaften und Freundschaften zu schließen«, sagte Schulleiter Eberhard Hagemeier zu den Schülern zwischen 16 und 17 Jahren. Wie wichtig und prägend solche Bekanntschaften sein können, können sie an ihrem eigenen Lehrer Terry Legg bewundern. Er ist als Student im Jahr 1988 bei einem privaten Austausch mit den Lübbeckern Margret und Friedel Schmale in Kontakt gekommen. Bis heute ist er mit den beiden in Verbindung geblieben. »Ich freue mich immer riesig, sie zu sehen«, sagt er. 17-mal war er seitdem in Deutschland. Selbst seine Hochzeitsreise führte ihn damals nach Lübbecke. Und nicht zuletzt ihm und seiner Freundschaft zu den Schmales ist die Partnerschaft zwischen dem Wittekind-Gymnasium und der Delhi High School zu verdanken.

 In den nächsten zwei Wochen werden die Schüler an dem Kölner Karneval teilnehmen, ein Spiel des TuS N-Lübbecke besuchen und die Barre-Brauerei besichtigen. Allerdings ist deutsches Bier für die amerikanischen Jugendlichen strikt tabu. Auch die Familien haben sich viel einfallen lassen, um die Gäste willkommen zu heißen. Einige besuchen ein Fußballspiel des BVBs, andere planen einen Kurztrip zum Skifahren nach Winterberg. Doch auch in die Schule müssen die Austauschschüler gehen. Sie haben jedoch eigenen Unterricht vorbereitet. Auf dem Stundenplan stehen amerikanische Kinderlieder und Kinderbücher, eine Erklärung des amerikanischen Schulsystem und Whiffle Ball, eine Vorstufe des Baseballs.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.