VW-Händler Sölter mit Filiale in Alswede steht vor dem Aus  Autohaus ist insolvent 

Lübbecke (WB/stb). Das Autohaus Sölter hat Insolvenz beantragt. Unter anderem betreibt die Unternehmensgruppe ein VW-Autohaus in Alswede, ehemals Autohaus Hülsmeyer.

Die zweite Insolvenz innerhalb von wenigen Jahren: Das Autohaus Sölter, früher Hülsmeyer, steht vor dem Aus.
Die zweite Insolvenz innerhalb von wenigen Jahren: Das Autohaus Sölter, früher Hülsmeyer, steht vor dem Aus.

Im Jahr 2010 hatte die Sölter-Gruppe aus dem niedersächsischen Wunstorf das insolvente Autohaus Hülsmeyer in Alswede übernommen. Damals wurden alle elf verbliebenen Angestellten von der Sölter-Gruppe weiterbeschäftigt. Zuvor hatte die Autogruppe mit zuletzt 186 Beschäftigten an vier Standorten schon das Unternehmen Bidenharn aus Espelkamp aus einer Insolvenz übernommen. Dieser Standort wurde jedoch bereits vor einiger Zeit mit dem Standort in Alswede verschmolzen.

Jetzt, fünf Jahre später, gerät die gesamte Gruppe in Zahlungsschwierigkeiten. Geschäftsführer Constantin Knabe hat gegenüber der Presse erklärt, dass er beim Amtsgericht Hannover einen Antrag auf Eröffnung eines vorläufigen Insolvenzverfahrens in Eigenregie gestellt habe. Das bedeutet, dass er sein Unternehmen weiter als Geschäftsführer leiten darf. Allerdings wird ihm ein Sanierungsgeschäftsführer zur Seite gestellt, der die Interessen der Gläubiger wahren soll.

Als Gründe für die Insolvenz führte Geschäftsführer Knabe den härter gewordenen Wettbewerb mit immer kleineren Margen an. Allerdings räumt der Unternehmer auch ein, dass ihm das schnelle Wachstum seiner Firma zum Verhängnis geworden sein könnte. Erst 2007 hatte er sich in Wunstorf selbstständig gemacht und nach und nach immer mehr insolvente Autohändler in Niedersachsen und im Kreis Minden-Lübbecke aufgekauft.

Wie es nun in Alswede weiter geht, ist unklar. Jedoch soll der Betrieb nach Angaben des Geschäftsführers vorläufig fortgeführt werden. Ziel der Insolvenz sei die Sanierung. Das sei möglich, weil man »frühzeitig einen Insolvenzantrag gestellt und zudem Kontakt zu den Gläubigern aufgenommen« habe, so der Geschäftsführer. Außerdem will er so viele Arbeitsplätze wie möglich erhalten.

Das Unternehmen hatte zum Ablauf des Geschäftsjahres 2013 allein 5,2 Millionen Euro Kredite bei Banken. Die gesamten Verbindlichkeiten lagen bei 10,3 Millionen Euro. 2013 wies die Gruppe einen Verlust in Höhe von 424000 Euro aus.

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