Krankenhaus Lübbecke bietet als einzige Klinik in der Region Lachgas zur Schmerztherapie bei der Geburt an  Entspannt auf die Welt 

Lübbecke (WB). Seit Jahrhunderten sehnen sich Frauen nach einer schmerzfreien Geburt. Das können auch die Ärzte in der Geburtsklinik im Lübbecker Krankenhaus nicht versprechen. Dafür aber eine deutlich entspanntere Geburt – mit Lachgas.

Von Christian Busse
Ohne Narkosespritze auf die Welt gekommen: Tagsüber schläft der vier Wochen alte Tom friedlich, nachts hält er seine Mama auf Trab.
Ohne Narkosespritze auf die Welt gekommen: Tagsüber schläft der vier Wochen alte Tom friedlich, nachts hält er seine Mama auf Trab.

 Friedlich schlummert der kleine Tom auf dem Arm seiner Mutter Jana Rust. »Auch seine Geburt war recht entspannt, denn ich habe die angebotene Möglichkeit wahrgenommen, Lachgas zu benutzen«, sagt Jana Rust. Im Krankenhauses Lübbecke wird diese Methode seit kurzem auf Wunsch angeboten.

 »Wir möchten den Frauen die Geburt erleichtern«, sagt Chefarzt Dr. Albert Neff von der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Lachgas lindere den Wehenschmerz und könne von jeder Frau individuell eingesetzt werden. »Zur Erweiterung unseres Spektrums bieten wir nun Frauen an, während der Geburt Lachgas einzuatmen«, berichtet Dr. Neff. Das Mischungsverhältnis aus 50 Prozent Lachgas und 50 Prozent Sauerstoff sei seit Jahrzehnten in der Geburtshilfe bekannt und werde beispielsweise in Großbritannien oder den USA sehr häufig angewendet. Bislang ist die Lübbecker Frauenklinik das einzige Krankenhaus in der Region, welches den Frauen dieses Angebot macht.

Gut verträglich für Mutter und Kind

 Etwa 40 Frauen haben unser neues Angebot bisher genutzt«, sagt der Chefarzt. Die Wirkung sei optimal, das Lachgas gut verträglich und auch die Handhabung völlig unproblematisch. »Wenn eine Frau spürt, dass eine Wehe kommt, setzt sie eine Maske auf und atmet fünf- bis sechsmal ein«, erklärt Dr. Neff. Das Gas wirkt dabei schmerzlindernd und stimmungsaufhellend »Es ist kurzzeitig wie ein kleiner Schwips, so als hätte man gerade einen Sekt getrunken. Sehr angenehm«, ergänzt er schmunzelnd. Anders als beim Alkohol lässt die Wirkung aber sehr schnell nach. »Eine Minute später ist die Wirkung weg. Daher ist der Einsatz gut zu dosieren«, sagt Neff.

 Die Gefahr einer Überdosierung gibt es nicht. Die Maske gibt nur Lachgas in Mengen ab, die vollkommen unproblematisch für Kind und Mutter sind. »Es besteht überhaupt keine Gefahr«, versichert Neff.

 »Auch wenn ich erst ein-, zweimal üben musste, hat es mir sehr geholfen, mit dem Schmerz umzugehen, ich war entspannter und auch die Schmerzen haben sich deutlich reduziert«, berichtet Jana Rust von ihren Erfahrungen. Gut fand sie, dass sie die Maske nach eigenem Bedarf nutzen konnte. »Ich habe die Maske selbst gehalten und wenn ich das Gefühl hatte, dass es eine starke Wehe wird, sie vor Mund und Nase gesetzt.«

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das Krankenhaus Bethel bietet das auch schon länger an 2012 als mein Sohn geboren wurde hat meine Frau auch Lachgas.

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