61. Ahlsener Dorfabend – »Ufo orber Hüllste« feiert Premiere Ein galaktischer Plan

Hüllhorst-Ahlsen (WB). Ein Ufo über Hüllhorst? Von dieser spektakulären Sichtung ist beim 61. Ahlsener Dorfabend erzählt worden. In dessen Mittelpunkt stand die Theateraufführung. Und die erinnerte an beste Mystery-Serien – nur eben auf Platt. »Ufo orber Hüllste«, ein Stück in neun Szenen.

Von Ria Stübing
Die Ufologin Friederike von Friesenthal (Anette Hülsmeier, links) klärt den Kreispolizisten Holger Kniep (Friedhelm Schütte, Mitte) und Cafébesitzerin Klara (Katrin Engelbrecht, rechts) über die Gefahr aus dem All auf.
Die Ufologin Friederike von Friesenthal (Anette Hülsmeier, links) klärt den Kreispolizisten Holger Kniep (Friedhelm Schütte, Mitte) und Cafébesitzerin Klara (Katrin Engelbrecht, rechts) über die Gefahr aus dem All auf. Foto: Ria Stübing

»Wie schnell ist ein Jahr vergangen«, sagte Ute Lange, Vorsitzende des Heimatvereins Singkreis Ahlsen-Reineberg, am Samstagabend und begrüßte das Premierenpublikum in der örtlichen Grundschule. Darunter war auch die »Hausherrin« Kathrin Clausen nebst Ehemann. Zuvor hatte bereits der Shantychor des Vereins den vergnüglichen Theaterabend mit einigen maritimen Liedern wie »Unser Kapitän« und dem »Klabautermann« eingeläutet.

Die Laienspieler haben monatelang geprobt

Nicht nur das Thema der plattdeutschen Komödie von Steffen Vogel sei neu, sagte Lange. Erstmalig handele es sich nicht, wie in den vergangenen Jahren, um einen Dreiakter, sondern um ein Stück in neun Szenen. Monatelang hatten die Laienspieler geprobt, um zur Premiere auf den Punkt vorbereitet zu sein. »Sie dürfen lachen, wann immer Sie wollen. Und vor allen Dingen dürfen Sie auch klatschen, unsere Spieler warten darauf. Je mehr Sie klatschen, umso besser werden die Spieler«, sagte die Vorsitzende, bevor sich der Vorhang zur ersten Szene öffnete. Natürlich stilecht begleitet von den Klängen der Titelmelodie einer bekannten Mystery-Fernsehserie.

Erst fängt alles ganz harmlos an: Im »Café zur frommen Helene« treffen sich deren Inhaberin Klara Ströbel (Katrin Engelbrecht), die Wirtin der Waldschänke Helga Voss (Doris Uehlemann) und die Betreiberin des Stricklädchens Elsa Bremer (Karin Schütte) zur Versammlung des Gewerbevereins. Schon die Anzahl der Versammlungsmitglieder lässt erahnen, dass in »Hüllste« nicht mehr viel los ist und auch die drei verbliebenen gewerbetreibenden Damen sehen dringenden Handlungsbedarf, etwas für die Attraktivität ihres Dörfchens zu tun.

Mienenspiel sorgt für viel Erheiterung

Elsa, vorsichtig ausgedrückt als leicht begriffsstutzig zu bezeichnen, wird allerdings auf Helgas Bestreben (»Ich stelle den Antrag, dass Elsa für den Rest der Sitzung das Maul hält«) von der aktiven Teilnahme ausgeschlossen. Da gehen die Mundwinkel spontan nach unten – und mit ihrem Mienenspiel sorgt Elsa für viel Erheiterung im Publikum.

Da im Nachbarort Büttendorf seit kurzem die Entdeckung antiker Gebeine für Aufsehen sorgt, machen sich die drei kreativen Damen Gedanken, wie man die Aufmerksamkeit der breiten Öffentlichkeit auf ihren Ort lenken könne. Allerlei obskure Ideen entstehen im Lauf der Sitzung, um sogleich wieder verworfen zu werden. Doch in Klara Ströbel gärt bereits eine Idee: »Lüttke greune Männekens, dat is et!.«

Verschwörungstheoretikerin taucht im Dorf auf

Die Umsetzung folgt auf dem Fuße. Mit Hilfe ihrer Mitstreiterinnen Helga und Elsa, die bald in ihren galaktischen Plan eingeweiht werden, ist Hüllhorst schnell um eine Attraktion reicher. Doch welche Folgen der Schwindel nach sich zieht, hat wohl keine der drei findigen Geschäftsfrauen auch nur im Entferntesten geahnt. Was für eine Rolle spielt der schrullige Pastor Malzheimer (Willi Hülsmeier) im außerirdischen Verwirrspiel, stets von seinem nur für ihn sichtbaren Hund Rufus begleitet? Welche Ziele verfolgt die selbstbewusst auftretende Ufologin und Verschwörungstheoretikerin Friederike von Friesenthal (Anette Hülsmeier), die wie aus dem Nichts im Dorf auftaucht? Kann Klaras große Liebe, Hauptkommissar Holger Kniep (Friedhelm Schütte), Licht ins Dunkel des »Hüllster» Universums bringen?

Es lohnt sich auf jeden Fall die außerirdisch gute Aufführung zu erleben. Weitere Termine sind am Samstag, 17. und 24. März, jeweils um 19 Uhr sowie am Sonntag, 18. und 25. März, jeweils um 15.30 Uhr in der Grundschule Ahlsen. Sonntags gibt es eine Kaffeestube.

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