200 Besucher beim Tannenbaum-Weitwurfwettbewerb in Tengern Neuer Rekord!

Tengern (WB). Er wankte, aber er fiel nicht: Andreas Kleine hat seinen Titel beim Tannenbaum-Weitwurf im Hüllhorster Ortsteil Tengern verteidigt. Der Holzfäller aus Wulferdingsen schleuderte die Tanne kurz vor Schluss der Veranstaltung auf eine Weite von 8,21 Meter – ein neuer Gemeinderekord.

Von Kai Wessel
So geht’s: BWL-Studentin Michelle Niemeyer (19) schleudert den Tannenbaum im ersten Versuch auf eine Weite von 4,04 Meter. Das sorgt für staunende Blicke, reicht aber nicht zum Sieg.
So geht’s: BWL-Studentin Michelle Niemeyer (19) schleudert den Tannenbaum im ersten Versuch auf eine Weite von 4,04 Meter. Das sorgt für staunende Blicke, reicht aber nicht zum Sieg. Foto: Kai Wessel

Zum dritten Mal hatten der CVJM Schnathorst-Tengern und der Feuerwehr-Löschzug Tengern zum Weitwurf der Bäume eingeladen. Auf die Besucher wartete am Sonntagnachmittag nicht nur die sportliche Herausforderung, sondern auch eine kleine Budenstadt am Gemeindehaus. Während Löschgruppenführer Tobias Busse Würstchen und Steaks briet, gab es am Stand von CVJM-Chef Michael Lücking Erfrischungsgetränke sowie Glühwein, Kakao und Kinderpunsch.

Bäume für jede Altersklasse

Im Mittelpunkt des Interesses von fast 200 Besuchern standen die fliegenden Tannen. Jeder durfte sich versuchen. Der CVJM hatte nach der Tannenbaumsammlung, die Spenden in Höhe von 5801,50 Euro einbrachte, ein paar besonders aerodynamische Exemplare für den Wurfwettbewerb aussortiert. »Wir haben für jede Altersklasse den passenden Baum gefunden«, sagte Jugendreferent Dominic Dingersen. Drei Versuche kosteten einen Euro.

Bürgermeister schafft 6,80 Meter

Mit besonderer Spannung wurde die Entscheidung in der so genannten »Muskelprotzklasse« erwartet. Neben Andreas Kleine war auch der Mann am Start, der die Premiere der Veranstaltung vor zwei Jahren gewonnen hatte: Bernd Rührup. An die Acht-Meter-Weite des Siegers kam der Bürgermeister allerdings nicht heran. Es reichte für 6,80 Meter, und damit war Rührup nicht unzufrieden: »Das war ganz ordentlich.«

Dabeisein ist alles

Spaß mit dem Baum, den hatten auch die Frauen. BWL-Studentin Michelle Niemeyer (19) aus Exter und ihr Tengeraner Freund Tobias Maschmeier (24) hatten sich nach dem Sonntagsbesuch bei der Großmutter zum Gemeindehaus begeben. »So etwas wie hier habe ich noch nie gemacht«, sagte Michelle Niemeyer, nachdem ihr Baum auf 4,04 Meter gesegelt war. Ihr Freund schaffte 5,85 Meter. Dabeisein war alles.

Mini-Sieger verpasst Siegerehrung

Der Sieg in der Wertung mit mittelgroßen Tannen ging an Heidi Franz aus Tengern, die auf 6,80 Meter kam. In der Klasse der Kinder notierte Andrea Husemann, die an der Tafel den Part der Schriftführerin übernahm, sehr gute 5,50 Meter für Teilnehmer Leo. »Wir müssen noch herausfinden, wie er mit Nachnamen heißt, sagte Jugendreferent Dingersen und erklärte: »Leo war bei der Siegerehrung schon weg.«

Als Anerkennung für den Einsatz gab es Preise wie Rucksäcke oder Gutscheine, beispielsweise für den Friseur, für Blumen oder für ein Frühstück. »Aber die Preise stehen hier wirklich nicht im Vordergrund«, sagte Dingersen. Und das soll auch so bei der vierten Auflage im nächsten Jahr sein.

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