Gemeindeverbandskonferenz: Reinhard Wandtke soll drei neue Stellvertreter einarbeiten Die SPD wird jünger

Hüllhorst-Schnathorst (WB). Krusberski, Steckel, Riemer: Diese drei Namen stehen für den Generationswechsel im SPD-Gemeindeverband Hüllhorst. Niklas Krusberski (24) aus Schnathorst, Stephanie Steckel (24) aus Hüllhorst und Michael Riemer (35) aus Ahlsen wurden zu Stellvertretern von Reinhard Wandtke gewählt.

Von Kai Wessel
Versammlung des SPD-Gemeindeverbandes (von links): Fraktionsvorsitzender Frank Picker, Schriftführerin Agnes Gärtner, Beisitzerin Anja Schweppe-Rahe, Beisitzer Ulrich Asmus, Bürgermeister Bernd Rührup, Stellv. Vorsitzender Michael Riemer, Hans Hamel, Hartmut Dehne, Stellv. Vorsitzende Stephanie Steckel, Kassierer Hermann Döpke, Vorsitzender Reinhard Wandtke (mit Blumen), Landtagsabgeordneter Ernst-Wilhelm Rahe, Stellv. Vorsitzender Niklas Krusberski, Beisitzer Erwin Heemeier und Beisitzer Wilhelm Henke.
Versammlung des SPD-Gemeindeverbandes (von links): Fraktionsvorsitzender Frank Picker, Schriftführerin Agnes Gärtner, Beisitzerin Anja Schweppe-Rahe, Beisitzer Ulrich Asmus, Bürgermeister Bernd Rührup, Stellv. Vorsitzender Michael Riemer, Hans Hamel, Hartmut Dehne, Stellv. Vorsitzende Stephanie Steckel, Kassierer Hermann Döpke, Vorsitzender Reinhard Wandtke (mit Blumen), Landtagsabgeordneter Ernst-Wilhelm Rahe, Stellv. Vorsitzender Niklas Krusberski, Beisitzer Erwin Heemeier und Beisitzer Wilhelm Henke. Foto: Kai Wessel

Der Generationswechsel in der Führung stieß bei den Delegierten im Schnathorster Dorfgemeinschaftshaus auf große Zustimmung. Stephanie Steckel und Michael Riemer erhielten die volle Unterstützung, bei Niklas Krusberski gab es eine Gegenstimme. Dass es in der Politik Widerstände geben kann, hat Krusberski bei einem Praktikum im Landtag gelernt: »Damals hat mich Ernst-Wilhelm Rahe angesprochen, ob ich nicht der SPD beitreten wolle.«

Der Hüllhorster Landtagsabgeordnete war auch bei Michael Riemer die treibende Kraft: »Wir sind beim Maifest in Tengern ins Gespräch gekommen«, sagte der 35-jährige Ahlsener in der Vorstellungsrunde. Inzwischen ist Riemer ebenso wie Krusberski als Sachkundiger Bürger tätig. In dieser Funktion hat auch Stephanie Steckel erste Erfahrungen gesammelt. Die Bankkauffrau aus Hüllhorst ist über Ratsmitglied Yasemin Demir zur SPD gekommen:. »Sie ist eine Freundin von mir. Irgendwann hat sie mich gefragt, ob ich nicht auch mitmachen wolle.«

Wandtke einstimmig wiedergewählt

Die drei Jusos verfügen zusammen nicht annähernd über soviel Erfahrung in der Partei-, Gemeinde- und Kreisarbeit wie Reinhard Wandtke. Der stellvertretende Landrat führt den Gemeindeverband seit 1996. Jetzt wurde er einstimmig wiedergewählt. Ehefrau Cornelia überreichte ihrem Gatten einen Blumenstrauß mit roten Rosen und Gerbera. »Eigentlich wollte ich das Amt nach 20 Jahren abgeben«, erklärte der »ewige Wandtke« im Gespräch mit dieser Zeitung. Bei einem »Kamingespräch« habe er sich dann aber überreden lassen, den Vorsitz doch noch einmal zu übernehmen. Wandtke betonte, dass er überzeugt davon ist, dass die Zusammenarbeit mit seinen drei neuen Stellvertretern gut funktionieren wird.

Dass es an Arbeit nicht mangelt, wurde in den Berichten von Bürgermeister Bernd Rührup und Frank Picker deutlich. Der SPD-Fraktionsvorsitzende wies auf die schwierige Finanzlage der Gemeinde hin, die eine Anhebung der Grundsteuer erforderlich gemacht habe. Anträge aus Reihen von CDU und FDP, wie beispielsweise der Vorschlag, 50 000 Euro in eine Radwegbeleuchtung an der Oberbauerschafter Straße zu investieren, hält Picker für realitätsfremd: »Ich frage mich, in welcher finanziellen Traumwelt manche Parteien hier leben.«

Über die eigene Partei wurde auch diskutiert. Hermann Hägerbäumer wollte wissen, wieso man heute noch in die SPD eintreten solle. Die Hinweise auf die traditionellen Werte der Sozialdemokratie konnten ihn nicht zufrieden stellen. Willi Henke fand nach Ende der Versammlung noch eine Antwort für seinen Parteifreund: »Statt Randerscheinungen hinterzulaufen, kann man mit dem Beitritt in die SPD gerade jetzt ein Zeichen für Demokratie und Gerechtigkeit setzen.«

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