Von Physiotherapeuten Karl-Friedrich Meyer fehlt weiter jede Spur Mord ohne Leiche: Prozess endet mit Freispruch

Bielefeld/Hüllhorst (WB/cri). Der Prozess um den Mord ohne Leiche ist zu Ende. Von dem Hüllhorster Physiotherapeuten Karl-Friedrich Meyer fehlt knapp zweieinhalb Jahre nach seinem Verschwinden weiter jede Spur. An seinem Tod gibt es so gut wie keine Zweifel. Trotzdem hat das Landgericht Bielefeld die beiden Angeklagten am Freitag freigesprochen. 

Von Christina Ritzau
Jörg Z., einer der beiden Angeklagten, mit seinem Verteidiger Mario Prigge.
Jörg Z., einer der beiden Angeklagten, mit seinem Verteidiger Mario Prigge. Foto: Bernhard Pierel

Seit Juli 2014 saß Jörg Z., der damalige Freund von Meyers Lebensgefährtin Christiane R. auf der Anklagebank. Er stand – und steht – unter dem Verdacht, Meyer getötet zu haben. Christiane R. war wegen Strafvereitelung mitangeklagt. 

Jetzt sind beide freigesprochen worden. »Ich glaube, es ist ein offenes Geheimnis, dass dieses Urteil bei der Kammer und bei vielen anderen Menschen ein völlig unbefriedigendes Ergebnis hinterlässt«, sagte die Vorsitzende Richterin Jutta Albert ganz deutlich. Gleichwohl könne man eine Verurteilung nicht auf Vermutungen stützen. 

Die Leiche des Physiotherapeuten wurde bis heute nicht gefunden, auch sein auffälliger Jeep nicht. Zuletzt hatte die Polizei nach Hinweisen von Jörg Z.s Mithäftlingen drei Seen in Hille, Garbsen und Porta Westfalica durchsucht. Ohne Ergebnis. 

Überraschend kam der Freispruch nicht. Schon im Januar war Jörg Z. vom Gericht aus der Untersuchungshaft entlassen worden.

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