Überraschende Wende am Landgericht Bielefeld im Prozess um den verschwundenen Physiotherapeuten Mord ohne Leiche: Verdächtiger aus Haft entlassen

Bielefeld/Hüllhorst (WB). Sensationelle Wende im Prozess um den mutmaßlich getöteten Physiotherapeuten Karl-Friedrich Meyer (46) aus Hüllhorst: Das Landgericht Bielefeld hat gestern den Hauptangeklagten Jörg Z. (46) aus der Untersuchungshaft entlassen.

Das Landgericht Bielefeld.
Das Landgericht Bielefeld. Foto: Thomas F. Starke

Dabei hatten die Verteidiger die Haftentlassung gar nicht beantragt. Grund für die Entscheidung war wohl der Mangel an Beweisen in dem zähen Indizienprozess, der vor einem halben Jahr begonnen hat. Die Staatsanwaltschaft forderte gestern in einem ersten Plädoyer für Jörg Z. zehn Jahre Haft wegen Totschlags.

Karl-Friedrich Meyer, der in Hüllhorst eine erfolgreiche Massagepraxis betrieb, war im Oktober 2012 verschwunden – ebenso wie sein auffälliger Jeep. Jörg Z., der Geliebte von Meyers Lebensgefährtin Christiane R., wird verdächtigt, den Physiotherapeuten umgebracht zu haben. Christiane R. soll Meyer als vermisst gemeldet haben, um die Ermittler in die Irre zu führen.

Der nächste Verhandlungstag ist für den 5. Februar angekündigt. Am 27. März soll das Urteil verkündet werden.

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