Wortmann AG steigert Umsatz auch im Jahr 2014 – Cloud-Angebot wird angenommen  Firma trotzt den Folgen des Brandes 

Hüllhorst (WB). Deutlicher Preisverfall am Computer-Markt und noch ein Brand in der eigenen Produktion – keine guten Voraussetzungen für ein gutes Geschäftsjahr. Die Wortmann AG aus Schnathorst hat dennoch 2014 ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent steigern können. Und in diesem Jahr soll es weiter vorwärts gehen.

Von Friederike Niemeyer
Die Wortmann AG hat trotz des Brandes im August gute Zahlen für das vergangene Jahr vorgelegt. Auch die 540 Mitarbeiter am Firmensitz wird es freuen, dass der Computerhersteller optimistisch in die Zukunft blickt.
Die Wortmann AG hat trotz des Brandes im August gute Zahlen für das vergangene Jahr vorgelegt. Auch die 540 Mitarbeiter am Firmensitz wird es freuen, dass der Computerhersteller optimistisch in die Zukunft blickt.

 660 Millionen Umsatz haben die Erwartungen von Unternehmenschef Siegbert Wortmann übertroffen. »Wir haben wieder einmal durch harte Arbeit ein hervorragendes Ergebnis erzielen können«, sagt der Vorstandsvorsitzende der Wortmann AG. »Ziel für das vor uns liegende Geschäftsjahr wird die Konzentration auf das Wesentliche sein mit der Maßgabe, unseren Kunden weiterhin qualitativ hochwertige Produkte zu liefern und erfolgreich zu wirtschaften.«

 Einschneidendes Ereignis 2014 war der Brand am Stammsitz des Unternehmens. Ende August vernichtete ein Feuer einen Teil der PC-Montage. Siegbert Wortmann lobt ausdrücklich, wie diese Krise von den Mitarbeitern gemeistert wurde. »Es zeigte sich, wie viel Moral in der Belegschaft steckt. Bereits am zweiten Werktag nach dem Feuer lief der erste Rechner wieder vom Band. So schnell ist kein anderes Unternehmen und genau das macht mich stolz.« Wortmann bekräftigt außerdem, dass sein Unternehmen auch in diesem Jahr zum Produktionsstandort Deutschland, zu Ausbildung und Bildung im eigenen Hause stehen will. So sind aktuell 86 der 540 Mitarbeiter Auszubildende. Voraussichtlich werden auch 2015 wieder etwa 30 junge Leute bei dem heimischen Computerspezialisten den Berufseinstieg erhalten. Wortmann: »Wir werden uns im neuen Jahr nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen, sondern haben uns wieder ein Wachstum von fünf Prozent vorgenommen.«

 Dieses Jahr will die Wortmann AG wieder die ausgebrannte Produktionshalle beziehen und das so genannte Cloud-Computing vorantreiben. Wie Unternehmenssprecher Meik Blase erläuterte sind derzeit noch die Handwerker in Halle 4 beschäftigt. Die betroffenen Teile der PC- und Server-Produktion sind in die Hallen 7 und 9 ausgewichen. Im Februar sollen die beengten Verhältnisse beendet sein, dann soll die sanierte Halle 4 wieder bezogen werden.

 Erste Erfolge kann die Wortmann AG mit ihrem Cloud-Angebot verzeichnen. Ein erster Cube – ein riesiger eingehauster Server-Schrank – ist seit gut einem Jahr in Betrieb, erläutert Meik Blase. Aktuell läuft bereits der Bau eines zweiten Cubes, früher als erwartet. Platz wäre für insgesamt elf solcher Daten-Schränke. »Das Angebot wird hauptsächlich von unseren Fachhändlern und Kunden in Deutschland wahrgenommen«, sagt Meik Blase. Je nach Wunsch werden von der Wortmann AG (extern über das Internet verfügbar) Speicher- oder Rechenkapazitäten bereit gestellt. Ein Cube bietet 240 Höheneinheiten Speicherplatz. Auch ein Stromausfall in größerem Rahmen kann den Daten nichts anhaben, so Blase. »Wir kappen einmal im Monat zu Testzwecken die Stromzufuhr.«

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