Antikorruptionsorganisation: »Sponsoring sendet völlig falsche Signale« Kritik an Namensgebung der Merkur-Spielarena

Düsseldorf/Espelkamp (WB/paul). Seit einer Woche steht fest, dass die Heimat von Bundesligist Fortuna Düsseldorf einen neuen Namen bekommt: Aus der Esprit-Arena wird die Merkur-Spielarena. Jetzt hat die Antikorruptionsorganisation »Transparency International Deutschland« Kritik an der Namensänderung geübt.

Aus der Esprit-Arena in Düsseldorf wird die Merkur-Spielarena.
Aus der Esprit-Arena in Düsseldorf wird die Merkur-Spielarena. Foto: dpa

Am letzten Freitag hatte die Gauselmann-Gruppe aus Espelkamp den Zuschlag für die Namensrechte an der Düsseldorfer Multifunktionsarena erhalten. Bis zu 3,75 Millionen Euro (ligenabhängig) zahlt die ostwestfälische Aktiengesellschaft jährlich. Der zwischen Gauselmann und der Veranstaltungsgesellschaft D.LIVE geschlossene Vertrag beinhaltet ebenso die Unterstützung weiterer Düsseldorfer Sportvereine.

»Ein solches Sponsoring sendet völlig falsche Signale. Da zudem weder Maßnahmen zur Bekämpfung von Spielmanipulationen ergriffen noch offensiv auf die Gefahren der Spielsucht - ob an Automaten oder bei Sportwetten - hingewiesen wird, hat die Kommune die mit dem Sponsoring verbundenen Risiken offensichtlich nicht erkannt«, wird Sylvia Schnek, Leiterin der Arbeitsgruppe Sport, in der Rheinischen Post zitiert.

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