Klingel feiert 50-jähriges Bestehen – vegane Produkte sind angesagt Traditions-Salon liegt im Trend

Espelkamp (WB). Herbert Klingel und seine Ehefrau Christa hatten viele Hände zu schütteln: Ihr familiengeführter Betrieb, der Friseursalon Klingel, hat die Espelkamper Stadtgeschichte mitgeprägt und jetzt sein 50-jähriges Bestehen gefeiert.

Von Anja Schubert
Ließen mit Kunden, Lieferanten und Freunden die Korken knallen: Salongründer Herbert Klingel und Ehefrau Christa sowie Schwiegertochter Marianne und Sohn Kai feierten das 50-jährige Bestehen des Salons am Wilhelm-Kern-Platz.
Ließen mit Kunden, Lieferanten und Freunden die Korken knallen: Salongründer Herbert Klingel und Ehefrau Christa sowie Schwiegertochter Marianne und Sohn Kai feierten das 50-jährige Bestehen des Salons am Wilhelm-Kern-Platz. Foto: Anja Schubert

Erst Anfang Februar war der Gründer des Traditionsgeschäftes mit dem Goldenen Meisterbrief ausgezeichnet worden. Aber auch Sohn Kai, der bereits auf 20 Jahre Selbstständigkeit zurückblicken kann und heute den Salon leitet, sowie dessen Ehefrau Marianne freuten sich über die vielen Gratulationen.

Herbert Klingel gründete den Salon im März 1968

Der Wilhelm-Kern-Platz war zur Feier des Tages nicht als Parkfläche gesperrt worden. Denn nicht im großen, sondern im herzlichen, kleinen und persönlichen Rahmen feierte der Friseursalon sein goldenes Jubiläum – mit Kunden, Lieferanten und Freunden, locker und ungezwungen bei einem Gläschen Prosecco, warmen Getränken und leckeren Häppchen.

Damals noch in den alten Arkaden in der Breslauer Straße, gründete Herbert Klingel im März 1968 den »Salon Klingel«. »In den Anfängen wurden vier Friseurinnen beschäftigt«, erinnert er sich. 1978 gesellte sich eine kleine Filiale im Ludwig-Steil-Hof hinzu, Anfang der 1990er Jahre eine weitere im alten Deerberg-Haus, die von Sohn Kai geleitet wurde.

Es werden 13 Mitarbeiter in zwei Betrieben beschäftigt

Im Januar 1998 eröffnete Kai Klingel dann mit seiner Frau Marianne am Bischof-Hermann-Kunst-Platz den »Friseur im Atrium«. 2007 wurden schließlich die Geschäfte von der Breslauer Straße und vom »Atrium« zum heutigen Standort am Wilhelm-Kern-Platz zu »Klingel Friseure« zusammengeführt.

Im selben Jahr eröffnete Kai Klingels Ehefrau Marianne das Kosmetikstudio »Timeless«-Kosmetik im Atrium. Heute werden in beiden Betrieben 13 Mitarbeiter beschäftigt. Viele davon sind im eigenen Salon ausgebildet worden. Zusätzlich ist Kai Klingel ehrenamtlich im Vorstand der Friseurinnung Minden-Lübbecke sowie im Vorstand des Stadtmarketingvereins Espelkamp tätig.

Vegane Produkte liegen im Trend

»Der Beruf ist anspruchsvoller geworden«, sagt der heutige Chef mit Blick auf die zurückliegenden Jahrzehnte. Vom Waschen, Schneiden, Legen über die Ära der Dauerwelle bis zur heutigen farbenfrohen Zeit sei ein Wandel ersichtlich. »Farbe und Färben ist seit einigen Jahren der Trend. Doch auch hier sind die Ansprüche der Kunden gestiegen. So viel Farbe wie möglich, so wenig Chemie wie nötig«, sei das was den Kundinnen und Kunden am Herzen liege.

»Umweltverträgliche Färbemittel und Naturfarben sind heutzutage seitens der Industrie ebenso wenig ein Problem wie der zunehmende Trend zu veganen Produkten«, schildert Kai Klingel seine Erfahrungen. »Wir freuen uns, auch weiterhin unsere Kunden mit neuen Haar- und Kosmetiktrends begeistern zu dürfen«, ist er gespannt, wie sich die Frisurenwelt in den nächsten Jahren entwickeln. »Vielleicht kommt ja auch die Dauerwelle wieder in Mode. Diese Ära haben wir ja schon einmal mitgemacht und sind dann gut gerüstet.«

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