Mittwaldschule geht Kooperation ein – Initiative sucht ehrenamtliche Förderlehrer Kinder sollen unterstützt werden

Espelkamp (mama). Die Initiative »Bildungspartnerschaften Espelkamp« (BPE) ist eine Lernförderung für Kinder im Grundschulalter, deren Erziehungsberechtigte diese Aufgabe aus unterschiedlichen Gründen nicht übernehmen können. Entstanden ist sie bereits vor drei Jahren.

Unterschrieben gestern den Kooperationsvertrag: Espelkamps Bürgermeister Heinrich Vieker, Schulleiterin Annegret Lömker-Rarei (2. von rechts) sowie Claudia Holle (2. von links) und Christel Senckel von der Initiative »Bildungspartnerschaften Espelkamp« (BPE).
Unterschrieben gestern den Kooperationsvertrag: Espelkamps Bürgermeister Heinrich Vieker, Schulleiterin Annegret Lömker-Rarei (2. von rechts) sowie Claudia Holle (2. von links) und Christel Senckel von der Initiative »Bildungspartnerschaften Espelkamp« (BPE). Foto: Mareile Mattlage

Anfangs ist an der Mittwaldschule nur ein einziger Grundschüler betreut worden, inzwischen sind es 18 Kinder verteilt auf zwei Einrichtungen: die Mittwaldschule und die Südschiene. »Es kommt in Gang«, freute sich gestern Claudia Holle als BPE-Vertreterin bei einem Pressetermin über die Entwicklung des Projekts.

Vieker: »Eine tolle Aktion«

Zu dem Treffen in der Mittwaldschule waren neben Claudia Holle Schulleiterin Annegret Lömker-Rarei, Bürgermeister Heinrich Vieker sowie BPE-Initiatorin Christel Senckel gekommen. Anlass war die Unterzeichnung eines offiziellen Kooperationsvertrages zwischen BPE, Schule und der Stadt Espelkamp als Träger der Bildungseinrichtung. »Diese Initiative ist eine tolle Aktion«, sagte Heinrich Vieker. Ehrenamt springe immer da ein, wo Staat und Land versagen, meinte der Verwaltungschef.

»Im Kreis Minden-Lübbecke leben etwa 3.500 Menschen, die jünger als 25 Jahre sind, von staatlicher Unterstützung, also SGB II. Das entspricht einem Anteil von etwa 22 Prozent aller SGB II-Empfänger«, erklärte Christel Senckel. »Diese jungen Menschen fehlen aber im Handwerk sowie in der Industrie als Auszubildende oder Arbeitskräfte.«

Angebot auch für Auewaldschule geplant

Um möglichst früh Defizite zu mildern oder zu beseitigen, nimmt die BPE Kinder im Grundschulalter in den Blick. Förderungsbedarf gebe es vor allem in den Bereichen Deutsch und Mathe. Einzeln oder in kleinen Gruppen erhalten die Kinder Nachhilfe. Auch das Sozialverhalten könne bei Bedarf in diesem Rahmen geschult werden, hieß es.

Das Angebot soll nun auf die Auewaldschule ausgeweitet werden. Dafür werden professionelle Kräfte gesucht. Wer sich gerne als ehrenamtlicher Förderlehrer einbringen möchte, wird gebeten, sich bei Christel Senckel (Telefon 05772/8421) oder Claudia Holle (Telefon 05743/932895) zu melden. Eine pädagogische Ausbildung ist Voraussetzung.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.