Sechs Frauen und Männer sollen ehrenamtlich das Volk vertreten Stadt sucht neue Schöffen

Espelkamp (WB). Im ersten Halbjahr 2018 werden bundesweit die Schöffen und Jugendschöffen für die Amtszeit von 2019 bis 2023 gewählt. Gesucht werden in Espelkamp insgesamt sechs Frauen und Männer, die am Amtsgericht Minden und Landgericht Bielefeld als Vertreter des Volkes an der Rechtsprechung in Strafsachen teilnehmen.

Gesucht werden in Espelkamp sechs Frauen und Männer, die unter anderem am Amtsgericht Minden als Vertreter des Volkes an der Rechtsprechung in Strafsachen teilnehmen.
Gesucht werden in Espelkamp sechs Frauen und Männer, die unter anderem am Amtsgericht Minden als Vertreter des Volkes an der Rechtsprechung in Strafsachen teilnehmen. Foto: Felix Quebbemann

Der Rat der Stadt Espelkamp und der Jugendhilfeausschuss des Kreises Minden-Lübbecke schlagen doppelt so viele Kandidaten vor, wie an Schöffen beziehungsweise Jugendschöffen benötigt werden. Aus diesen Vorschlägen wählt der Schöffenwahlausschuss beim Amtsgericht in der zweiten Jahreshälfte 2018 die Haupt- und Hilfsschöffen.

Wählbar sind deutsche Staatsangehörige

Gesucht werden Bewerber, die in der Gemeinde wohnen und am 1. Januar 2019 mindestens 25 und höchstens 69 Jahre alt sein werden. Wählbar sind deutsche Staatsangehörige, die die deutsche Sprache ausreichend beherrschen. Wer zu einer Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten verurteilt wurde oder gegen wen ein Ermittlungsverfahren wegen einer schweren Straftat schwebt, die zum Verlust der Übernahme von Ehrenämtern führen kann, ist von der Wahl ausgeschlossen.

Auch hauptamtlich in oder für die Justiz Tätige (Richter, Rechtsanwälte, Polizeivollzugsbeamte, Bewährungshelfer, Strafvollzugsbedienstete) und Religionsdiener sollen nicht zu Schöffen gewählt werden.

Juristische Kenntnisse sind nicht erforderlich

Schöffen sollten über soziale Kompetenz verfügen, das heißt das Handeln eines Menschen in seinem sozialen Umfeld beurteilen können. Von ihnen werden Lebenserfahrung und Menschenkenntnis erwartet. Die ehrenamtlichen Richter müssen Beweise würdigen, das heißt die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein bestimmtes Geschehen wie in der Anklage behauptet ereignet hat oder nicht, aus den vorgelegten Zeugenaussagen, Gutachten oder Urkunden ableiten können. Schöffen in Jugendstrafsachen sollen in der Jugenderziehung über besondere Erfahrung verfügen.

Das verantwortungsvolle Amt eines Schöffen verlangt in hohem Maße Unparteilichkeit, Selbstständigkeit und Reife des Urteils, aber auch geistige Beweglichkeit und – wegen des anstrengenden Sitzungsdienstes – gesundheitliche Eignung. Juristische Kenntnisse irgendwelcher Art sind für das Amt nicht erforderlich.

Interessierte können sich für das »Schöffenamt in allgemeinen Strafsachen« (gegen Erwachsene) bis zum 16. März 2018 bei der Stadtverwaltung Espelkamp. Telefon 05772/562114, bewerben. Ein Formular kann von der Internetseite der Gemeinde www.espelkamp.de oder www.schoeffenwahl.de heruntergeladen werden.

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