Biologische Station sucht ehrenamtliche Helfer für die Region »Krötentaxi« muss tierlieb sein

Espelkamp (WB/fq). Noch stehen sie nicht – die grünen Fangzäune für die Kröten entlang der L 770 oder an den Straßengräben der Fritz-Helmut-Allee in unmittelbarer Nähe des Kleihügelsees.

Noch haben die Kröten ihre Wanderung nicht begonnen. Die Vorbereitungen in der Biologischen Station laufen jedoch schon an. Es werden noch »Krötentaxis« gesucht.
Noch haben die Kröten ihre Wanderung nicht begonnen. Die Vorbereitungen in der Biologischen Station laufen jedoch schon an. Es werden noch »Krötentaxis« gesucht. Foto: dpa

Vorbereitungen

Aber die Biologische Station Minden-Lübbecke trifft bereits die Vorbereitungen für die bevorstehende Krötenwanderung. In der Station werden auch noch dringend Helfer als so genannte Krötentaxis gesucht.

Der Vehlager Fredy Strathmeier und Ehefrau Lizzy sind bereits seit Jahren als »Krötentaxi« im Bereich des Kleihügelsees im Einsatz. Sie wissen, was es bedeutet, die Amphibien in einem Eimer am grünen Fangzaun einzusammeln und sie dann sicher über die Straße auf die andere Seite zu bringen. Noch stünden sie aber nicht in den Startlöchern. Obwohl: »Im Dezember und im Januar haben wir bereits Kröten gesehen«, sagt Fredy Strathmeier. Doch nach der milden Witterung sei es jetzt doch wieder empfindlich kalt geworden. Und so haben sich auch die Kröten wieder zurückgezogen.

Jede Menge Arbeit

Gabriele Potabgy, Zoologin der Biologischen Station Minden-Lübbecke, ist jedoch derzeit sehr damit beschäftigt, den Aufbau und die Betreuung der Krötenzäune zu organisieren. Und da wartet jede Menge Arbeit auf sie. »Wir benötigen dringend Helfer unter anderem im Bereich des Frotheimer Osterwaldes«, sagt die Zoologin. So werden auch entlang der L 771/Diepenauer Straße die Fangzäune aufgestellt. Hierfür werden Betreuer gesucht.

Was die für die ehrenamtliche Arbeit mitbringen müssen sagt Potabgy umgehend: »Liebe zu den Tieren und Liebe zur Natur – das ist wichtig.« Die »Krötentaxis« werden an bestimmen Abschnitten eingesetzt. Dort kontrollieren die Ehrenamtlichen die Fangeimer an den Zäunen. »Dafür bekommen die Helfer natürlich auch Warnwesten von uns.« Potabgy betont zudem, das neue Helfer nicht »ins kalte Wasser geworfen werden«. Die Alt-Betreuer werden die neuen Helfer gerne einweisen.

Große Teams

Je größer die Teams für die einzelnen Zaun-Abschnitte sind, umso besser könne die Arbeit aufgeteilt werden. Täglich aber müssten morgens die Zäune kontrolliert werden. Die Abschnitte sind so gesetzt, dass der tägliche Kontrollgang oder die Kontrollfahrt etwa eine Stunde dauern würde.

Potabgy macht noch einmal auf die Bedeutung der Arbeit aufmerksam. Ohne die Krötenzäune würden die Amphibien auf dem Weg zu ihrem Laichgewässer überfahren. Einige vorwitzige Amphibien hätten schon in den vergangenen beiden Monaten ihre Wanderung begonnen. »Doch die meisten unserer Freunde – die Molche, Frösche und Kröten – warten auf die ersten wärmeren Sonnenstrahlen, um ihre Wanderung zu beginnen.« Wichtig sei es auch, so Potabgy, dass die Helfer die eingesammelten Amphibien unterscheiden können. »Meistens handelt es sich in dieser Region um zwei verschiedene Molch-Arten und eine Erdkröte«, sagt die Zoologin.

Helfer gesucht

Wer sich als »Krötentaxi« betätigen möchte, sollte sich umgehende bei der Biologischen Station Minden-Lübbecke unter Telefon 05704/1677685, mittwochs und donnerstags, oder per E-mail: g.potabgy@biostation-ml.de melden. Besonders im Bereich Petershagen (K10 Maaslinger Straße), Nordholzer Straße (L772 Quetzen), im Bereich Espelkamp Osterwald, Porta Westfalica (Stadtbereich Faulensiek, Hoppenstraße, und Papensgrund), in der Ellerburger Straße (Holzhausen), in Möllbergen und in Barkhausen an der B61, aber auch an anderen Zäunen im Kreisgebiet, hoffe sie noch auf freiwillige Helfer, so Potabgy.

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