Werkschau der Espelkamper Sekundarschule und des Berufskollegs in der Aula Vielfalt auf den Punkt gebracht

Espelkamp (WB). »Kunst und Kultur sind nicht die sympathische Nische der Gesellschaft, sondern das Eigentliche, das sie zusammenhält.«

Die Sekundarschüler und die angehenden Erzieher haben eine eindrucksvolle Werkschau gestaltet, die den Gästen in der Aula der Sekundarschule sehr gut gefallen hat. Im Zentrum des Vormittags stand das Thema »Vielfalt«.
Die Sekundarschüler und die angehenden Erzieher haben eine eindrucksvolle Werkschau gestaltet, die den Gästen in der Aula der Sekundarschule sehr gut gefallen hat. Im Zentrum des Vormittags stand das Thema »Vielfalt«.

Kulturelle Bildung

Dieser Ausspruch des ehemaligen Bundestagspräsidenten Norbert Lammert beschreibt das Wesen von Kunst und Kultur. Und diesen Sachverhalt haben die Teilnehmer am

Projekt »Kulturelle Vielfalt – Vielfalt der Kulturen« zum vierten Mal eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Schüler aus dem 6. Jahrgang der Birger-Forell-Sekundarschule haben mit Studierenden des Berufskollegs Lübbecke gearbeitet und zeigten in einer mitreißenden Werkschau die Ergebnisse einer intensiven Woche. Unter den Besuchern war auch Gisela Wibbing, die über die Arbeitsstelle »Kulturelle Bildung in Schule und Jugendarbeit NRW« das Projekt unterstützt hat.

Tipps und Ideen erhielten die Schüler in der Woche durch die Theaterpädagogik des Stadttheaters Minden unter Viola Schneider, die Rapschool NRW mit Daniel Schneider und die Peter-Gläsel-Stiftung – Bereich Community Dance mit Andreas Wegwerth.

Projekt-Idee

»Die Idee hinter dem Projekt ist, dass die Sekundarschüler zusammen mit den angehenden Erziehern des Berufskollegs Selbstwirksamkeit und gemeinschaftliches Handeln erleben«, erläuterte Niko Hass, Lehrer und verantwortlich an der Sekundarschule für die Pressearbeit. Dabei lernen sich die Schüler zu respektieren, einen anderen Blickwinkel einzunehmen und mit Konflikten produktiv umzugehen. Dies haben alle Teilnehmer in den drei Kategorien Rap, Theater und Tanz eindrucksvoll demonstriert.

Das zentrale Thema »Vielfalt« zog sich dabei durch sämtliche Darbietungen. Mit einem Rap über Fußball zog die erste Gruppe die Zuschauer in ihren Bann. Mit Fußball als Freiraum verwirkliche man seinen persönlichen Traum und gewinne als Team mit einem großartigen Tor, so die Botschaft des ersten Songs. Die Rapper unterstützte Holger Jobusch, der vor zwei Jahren als Praktikant an der Sekundarschule tätig war.

Konflikte

Der zweite Höhepunkt war die Darbietung der Theatergruppe. Sie brachte Szenen aus der Welt der Jugendlichen auf die Bühne mit typischen Themen wie Handygebrauch, Schulstress und Konflikte. Dabei brachen die Schauspieler eine Lanze für Toleranz, indem sie einräumten, dass Vielfalt zwar Konflikte bringe, aber es wichtig sei, damit umzugehen.

Mit der Aussage »Enjoy difference, start tolerance« warben die Darsteller für mehr Respekt untereinander. Der folgende Rap »Das Herz so klein« berührte emotional und mutete fast wie ein Ruf nach Verständnis an. Im nächsten Teil zeigten die Tänzer eine tolle Choreografie und boten überraschende, fließend ineinander übergehende und sich immer neu entwickelnde Figuren. Unerwartet tauschten sie während der Darbietung ihre anfangs schwarz-weiße Kleidung in bunte aus. Ein Hinweis auf das inzwischen in Espelkamp etablierte »Bunt statt schwarz-weiß«-Motto.

Anerkennung

Zum Abschluss traten noch einmal die Rapper auf mit einem Song, der für sich selbst sprach: »Es ist jeden Tag dasselbe, tagein, tagaus. Dein ganzes Leben dreht sich wie im Kreislauf. Doch genau das ist der Sinn; denn der Sinn liegt darin, dass ich bin, wie ich bin.« »Deutlicher kann man Vielfalt nicht auf den Punkt bringen«, waren sich die Besucher einig.

Alle drei Gruppen verdienten für ihre Präsentationen Anerkennung und ein großes Lob für ihr Engagement. »Dass die Zusammenarbeit zwischen Sekundarschule und Berufskolleg inzwischen wie selbstverständlich läuft, war deutlich zu spüren«, sagte Niko Hass. Eine Fortsetzung des Projekts ist für März als Auftakt zur Woche »Bunt statt schwarz-weiß« geplant.

Großer Dank

Die beiden Schulleiter Stefan Becker und Ursula Beinlich würdigten die Leistungen aller Beteiligten mit einem großen Dankeschön. In besonderem Maße ging das an Claudia Schröder von der Sekundarschule, an Karin Detert vom Berufskolleg, und an Viola Schneider, Daniel Schneider und Andreas Wegwerth. Unterstützt wurde die Aktion auch von der Anna-Sophie-Stegkemper-Stiftung und vom Marktkauf.

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