Stadt Espelkamp stellt neuen Kämmerer Björn Horstmeier vor – Infos zum Ärztehaus Die »heiße Phase« hat begonnen

Espelkamp (WB). Björn Horstmeier ist seit Jahresbeginn der neue Kämmerer in der Stadtverwaltung.

Von Felix Quebbemann
Die Fachbereichs- und Sachgebietsleiter : Klaus Hagemeier (Stadtwerke, von links), Matthias Tegeler (Zentrale Dienste), Björn Horstmeier (Kämmerer), Bürgermeister Heinrich Vieker, Torsten Siemon (Kultur) und Thorsten Blauert (Stadtentwicklung)
Die Fachbereichs- und Sachgebietsleiter : Klaus Hagemeier (Stadtwerke, von links), Matthias Tegeler (Zentrale Dienste), Björn Horstmeier (Kämmerer), Bürgermeister Heinrich Vieker, Torsten Siemon (Kultur) und Thorsten Blauert (Stadtentwicklung) Foto: Felix Quebbemann

Spagat schaffen

Gestern ist der 44-Jährige von Bürgermeister Heinrich Vieker und den Fachbereichs- und Sachgebietsleitern im Amt begrüßt worden. Vieker umriss auch gleich den Rahmen für Hostmeier in seinem neuen Amt. »Wir wollen den Spagat schaffen, die Stadt attraktiv zu halten, die Finanzen aber gleichzeitig auch nicht aus dem Blick zu verlieren.«

Die Stadt wolle die Anzahl der Arbeitsplätze halten und noch ausbauen, fuhr Vieker weiter fort. Dies sei in den vergangenen 18 Jahren seiner Amtszeit immer gelungen. »Wir haben derzeit 11.300 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze – Tendenz steigend«. Und die letzten 3500 bis 4000 neuen Arbeitsplätze seien alle im Hochlohnsegment geschaffen worden, ergänzte der Bürgermeister.

Kreis schließt sich

Im Anschluss stellte sich Björn Horstmeier, der die Nachfolge von Jens Röhe angetreten hat, vor. Der 44-jährige Horstmeier ist in Frotheim aufgewachsen und unter anderem auf der Birger-Forell-Realschule zur Schule gegangen. Er hat in Konstanz studiert und ist Diplom-Verwaltungswissenschaftler und Betriebswirt. Im Anschluss an das Studium ging es für ihn wieder zurück nach Minden-Lübbecke – genauer gesagt zur Kreisverwaltung. Dort war er zunächst im Bereich SGB II tätig ehe er in die Kämmerei wechselte.

»Mitte des vergangenen Jahres habe ich dann gesehen, dass die Stadt Espelkamp einen neuen Kämmerer sucht. Ich habe mich sehr gefreut, dass es mit der Stelle geklappt hat. Nach 23 Jahren schließt sich der Kreis«, sagte Horstmeier. Denn nach seiner Schullaufbahn hat er eine Ausbildung als Verwaltungsfachangestellter bei der Espelkamper Stadtverwaltung absolviert.

Erste Amtshandlung

Horstmeier kündigte als erste Amtshandlung an, dass ein Nachtragshaushalt eingebracht werden müsse. Unter anderem die Redelegation im Bereich des SGB II, Änderungen beim Gemeindefinanzierungsgesetz sowie eine Entlastung in Höhe von einer Million Euro im Bereich des Solidaritätszuschlages machten dies unumgänglich. Auch die gestiegene Kreisumlage wirke sich auf das Zahlenwerk aus. Horstmeier erklärte aber, dass sich der Jahresabschluss für 2017 positiv gestalten werde. Ein ausgeglichener Haushalt sei möglich. Mit Blick auf die Zukunft ergänzte er: »Wir müssen vorsichtig planen, um das Haushaltssicherungskonzept zu vermeiden.« Die Rahmenbedingungen hätten sich aber durchaus positiv entwickelt, um dieses Ziel zu erreichen.

Matthias Tegeler, Fachbereichsleiter Zentrale Dienste, nutzte die Vorstellung des Kämmerers, um Informationen zum geplanten Ärztehaus zu geben, dass in der Ostlandstraße entstehen könnte. »Die ambulante ärztliche Versorgung im ländlichen Raum ist ein wichtiges Thema.« Dies sei auch ein bedeutender Standortfaktor.

Berater beauftragt

Es sei im vergangenen Jahr ein Berater beauftragt worden, um Gespräche mit den Ärzten in Espelkamp aber auch mit Medizinern im Umland zu führen. »Diese Gespräche gehen nun in die heiße Phase«, sagte Tegeler. Und es sei von großer Bedeutung, »dass das ganze zum Erfolg führt«. Bürgermeister Heinrich Vieker ergänzte, dass es einen »Projektentwickler« gebe. Für die Umsetzung des Baus setze die Stadt auf Geldgeber aus der eigenen Wirtschaft, die ein solches Ärztehaus als »wichtigen Standortfaktor« ansähen.

Angedacht sei, dass die Ärzte die Praxen entweder mieten oder kaufen. Es handle sich bei dem Ärztehaus jedoch nicht um ein medizinisches Versorgungszen-trum, stellte Fachbereichsleiter Matthias Tegeler heraus.

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