Aufräumarbeiten nach Sturm »Friederike« in Espelkamp – 46 Einsätze im Stadtgebiet Menschen sollen Wälder nicht betreten

Espelkamp (WB). Der Sturm »Friederike« ist vorüber und hat in der Stadt und den umliegenden Dörfern deutliche Spuren hinterlassen.

Von Felix Quebbemann
Große Schäden an den Bäumen hat es unter anderem am Bestand entlang der Rahdener Straße gegeben. Der Bauhof war am Freitag den gesamten Tag damit beschäftigt, die Schäden zu beseitigen. Die Arbeiten werden noch einige Tage andauern.
Große Schäden an den Bäumen hat es unter anderem am Bestand entlang der Rahdener Straße gegeben. Der Bauhof war am Freitag den gesamten Tag damit beschäftigt, die Schäden zu beseitigen. Die Arbeiten werden noch einige Tage andauern. Foto: Quebbemann

Aufräumarbeiten

Der Bauhof war am Freitag den gesamten Tag unterwegs, um die umgestürzten Bäume zu zerkleinern und abzutransportieren. »Wir werden auf keinen Fall heute fertig«, sagte Andreas Kolkhorst vom Bauhof gegenüber dieser Zeitung.

Mit allen Einsatzkräften sei der Bauhof im Einsatz, um die Schäden von »Friederike« zu beseitigen. Etwa 15 Mitarbeiter waren unter anderem am Brandenburger Ring und an der Rahdener Straße dabei, die umgestürzten Bäume zu zersägen. Zwei Lastwagen standen für den Abtransport bereit. Zudem wurde ein zusätzliches Unternehmen engagiert. Dieses stellte auch für besonders schwere Fälle einen Kran.

Jede Menge Arbeit

Wer am Freitagmorgen an der Beuthener Straße vorbeifuhr, konnte schräg gegenüber der Zentrale der Lübbecker Land Tafel einige mit Wurzelwerk herausgerissene Birken sehen. Die sind glücklicherweise nicht auf das angrenzende ehemalige Krause-Gebäude gefallen. Dort haben kleinere Firmen inzwischen ihren zentralen Sitz.

Die Espelkamper Feuerwehr war in den vergangenen Tagen im Dauereinsatz. »Zuerst die Bombe in Minden und dann noch der Sturm«, erklärte Volker Dau im Gespräch mit dieser Zeitung.

Die Blauröcke hatten am stürmischen Donnerstag jede Menge Arbeit. Sie mussten im Laufe des Nachmittags zu zahlreichen Einsätzen ausrücken, unter anderem blockierten umgestürzte Bäume die Straßen. Zudem landeten Bäume auf Hausdächern. In der Zeit zwischen 12 und 18 Uhr am Donnerstag wurden von den Wehrleuten 46 Einsätze abgearbeitet. Insgesamt waren etwa 70 Einsatzkräfte aus allen Löschgruppen im Einsatz. »Personen kamen nicht zu Schaden«, sagte Dau.

Einsätze im gesamten Stadtgebiet

»Die Einsatzorte verteilten sich gleichmäßig über das gesamte Stadtgebiet hinweg von Mitte, Frotheim, Isenstedt, Gestringen bis hin nach Vehlage«, sagte Dau.

Vornehmlich wegen umgestürzter Bäume wurden die Einsatzkräfte alarmiert. »Des Weiteren wurden Gefahrenstellen durch ›sich verselbstständigte‹ Bauzäune, Verkehrsschilder oder Absperrbaken beseitigt. In Vehlage benötigten zwei landwirtschaftliche Betriebe Hilfe nach einem Stromausfall durch beschädigte Leitungen. Bei einem Betrieb an der Erfmeyerstraße musste die Feuerwehr nur sehr kurz tätig werden, dann hatte der Netzwerkbetreiber den Schaden wieder behoben. Bei einem weiteren Betrieb an der Twiehauser Straße half die Feuerwehr allerdings bis zum Freitagmorgen mit einem Stromerzeuger aus, damit das Vieh gemolken werden konnte.«

Konzert-Absage

Die Aufräumarbeiten werden noch einige Tage dauern. Andreas Kolkhorst sagte, dass der Bauhofleiter Uwe Kahmeyer am Freitag ausschließlich damit beschäftigt gewesen sei,  in den Dörfern die Schadenslage zu dokumentieren. In den Wäldern gebe es ebenfalls viele umgestürzte Bäume. »Die Wälder sollten auch noch nicht wieder betreten werden«, riet Kolkhorst. Es bestehe die Gefahr, dass weitere Bäume umstürzen oder Äste von oben herabfallen.

Auch das Kulturprogramm in Espelkamp wurde durch den Sturm durcheinander gewirbelt. Eigentlich sollten am Donnerstagabend die Musiker Phil Shackleton und Ezé Wendtoin im Nachbarschaftszentrum Erlengrund spielen. Mehr als 100 Gäste wurden erwartet. Die Organisatoren Manfred Brand, Elke Schwabedissen und Hausmeister Josef Jurczyk standen aber letztlich vor leeren Stühlen. Das Konzert konnte nicht stattfinden, da Ezé Wendtoin wegen des Sturms am Bahnhof in Magdeburg festsaß. Es fuhr kein Zug mehr.

Karten behalten ihre Gültigkeit

»Der Kartenvorverkauf lief sehr gut«, sagte Manfred Brand. Das Konzert soll jedoch nachgeholt werden. »Entweder am Samstag, 27. Januar, oder am Samstag, 3. Februar«, erklärte Manfred Brandt. Für die Verschiebung hatten die angereisten Konzertbesucher aber Verständnis. Die bereits erworbenen Karten behalten ihre Gültigkeit.

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