Pauls informiert Ausschuss über positive Entwicklung der Grundschule »Nicht in Stein gemeißelt«

Espelkamp (fq). Die Johannes-Daniel-Falk (JDF)-Grundschule ist derzeit noch zweizügig. Peter Pauls, sachkundiger Bürger und Sprecher für die freikirchlichen Schulen, erklärte am Dienstag im Schulausschuss jedoch: »Es ist nicht in Stein gemeißelt, dass sie zweizügig bleibt.« Grund dafür sei die große Nachfrage.

Die Johannes-Daniel-Falk-Grundschule nimmt eine positive Entwicklung. Ihr Vertreter im Schulausschuss, Peter Pauls, erklärte, dass die Grundschule künftig vielleicht mehr als zwei Züge haben könnte.
Die Johannes-Daniel-Falk-Grundschule nimmt eine positive Entwicklung. Ihr Vertreter im Schulausschuss, Peter Pauls, erklärte, dass die Grundschule künftig vielleicht mehr als zwei Züge haben könnte. Foto: Felix Quebbemann

Start mit 53 Kindern

Die Mitglieder des Schulausschusses haben sich zur Sitzung in der Johannes-Daniel-Falk-Schule getroffen, um sich vor Ort ein Bild von den Gegebenheiten zu machen. Peter Pauls erläuterte den Werdegang von JDF-Grund- und -Realschule sowie die eventuell zu erwartenden Entwicklungen.

Die Grundschule sei im Jahr 2013 mit 53 Kindern gestartet und hätte damals neben einem Schulleiter zwei weitere Lehrer gehabt. Insgesamt werden derzeit in acht Klassen 209 Kinder unterrichtet – von insgesamt zwölf Lehrkräften.

Die JDF-Realschule begann vor zwei Jahren mit 57 Schülern, sieben Lehrern – teilweise Rentnern – und einer Schulleitung. Derzeit werden in den Klassen 5 und 6 113 Schülerinnen und Schüler von zwölf Lehrkräften unterrichtet.

Einzugsgebiet

Das Einzugsgebiet der Schulen belaufe sich auf den gesamten Kreis Minden-Lübbecke – außer Preußisch Oldendorf. Pauls erklärte, dass auch drei Kinder aus Diepenau unterrichtet würden. »80 Prozent der Kinder kommen jedoch aus Espelkamp.«

Für die kommenden Jahre sind die Anmeldezahlen gut. Die Grundschule zieht nun in das Gebäude der ehemaligen Ernst-Moritz-Arndt-Schule (EMA). Der Verein Senfkorn hat das EMA-Gebäude gekauft. In der JDF-Grundschule seien für das Jahr 2017 53 Kinder angemeldet Für 2018 gibt es bereits mehr als 70 Anmeldungen. »Wir mussten schon einigen Interessenten absagen. Weitere müssen noch folgen.«

Großes Interesse

Auch das Interesse an der Realschule ist groß. Dort sind 60 Anmeldungen für 2017 zu verzeichnen. Mit dem nun endenden Schuljahr gehen die ersten Grundschüler erstmals auf eine weiterführende Schule. »Fünf werden auf das Gymnasium gehen, ein Schüler auf die Sekundarschule und 44 auf unsere Realschule«, sagte Pauls. 16 weitere Kinder kämen von anderen Grundschulen auf die JDF-Realschule.

Pauls erläuterte weiter, dass es im Unterricht neben den Standardfächern den christlichen Aspekt gebe. Zudem nehme die JDF-Grundschule derzeit an einem Schulversuch des Landes NRW für mennonitischen Religionsunterricht teil.

Pauschale Absage

Das Interesse an der Grundschule ist groß. Pauls sagte zu der bestehenden Zweizügigkeit, es zeichne sich ab, »dass wir noch nicht mal all die Kinder aufnehmen können, die aus unserer Gemeinde kommen. Das würde uns schon schwer fallen, sie abzuweisen«. Daher machte Pauls keinen Hehl daraus, dass es künftig nicht mehr nur zwei Eingangsklassen geben könnte. Bei den Anmeldungen sei die Nähe zur Schule entscheidend. »Alle, die nicht aus Espelkamp kommen, haben pauschal eine Absage bekommen.«

Die Realschule soll sich künftig im Gebäude der ehemaligen Martinsschule entfalten. Dort würden auch neue Biologie-, Physik- und Chemiefachräume eingerichtet.

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