Theater-Kursus des Söderblom-Gymnasiums spielt »Kebab Connection« Ein Erfolg auf der ganzen Linie

Espelkamp (WB). Super gemacht, Söderblomer! Das neue Theaterstück »Kebab Connection« ist ein Erfolg auf ganzer Linie.

Von Cornelia Müller
Zur Komödie »Kebab Connection« gehören auch ganz unterschiedliche Tanz- und Musikszenen (hier mit einer Gesangseinlage von Till Westpfahl). Die Aufführung des Söderblom-Theaterkurses war ein voller Erfolg.
Zur Komödie »Kebab Connection« gehören auch ganz unterschiedliche Tanz- und Musikszenen (hier mit einer Gesangseinlage von Till Westpfahl). Die Aufführung des Söderblom-Theaterkurses war ein voller Erfolg. Foto: Cornelia Müller

Volles Haus, witzige Dialoge, gut gespielt: Der Theaterkurs des Söderblom-Gymnasiums darf stolz sein auf diese gelungene Produktion.

Lupenreine Komödie

»Kebab Connection« beruht auf dem gleichnamigen Kinofilm und ist eine lupenreine Komödie, und zwar eine »mit Hintergrund«. Und das darf man getrost im doppelten Sinn verstehen. Fast alle Hauptfiguren haben nämlich das, was man einen Migrationshintergrund nennt: Der junge Ibo Secmez (Imran Herrmann/Robert Kokorev) stammt aus einer türkischen Familie. Er möchte als Regisseur von Kung-Fu-Filmen Karriere machen und hat bereits zugkräftige Werbespots für den Döner-Laden seines Onkels gedreht.

Seine Nachbarn haben griechische, arabische, italienische Wurzeln. Seine Freundin aber ist eine Deutsche: Patricia, genannt Titzi (Lea Schumacher/Tabea Sens), und hier beginnen die Schwierigkeiten. Denn Patricia wird schwanger und Ibo ist völlig überfordert. Er fühlt sich der Aufgabe, Vater zu sein, nicht gewachsen. Was soll dann aus seinen Filmplänen werden? Außerdem gibt es Probleme mit seinem Vater Mehmet (Till Westpfahl), der dem Sohn die Beziehung zu einer Deutschen nicht verzeihen kann. Titzi wiederum erwartet von Ibo, dass er Verantwortung übernimmt, und fühlt sich nun von ihm im Stich gelassen. Ob die beiden am Ende doch noch zusammenkommen – man wird sehen.

Überzeugende Aufführun

Bis zum Finale haben die Zuschauer aber schon sehr viel Spaß gehabt. Der Autor Anno Saul erzählt die Geschichte in vielen, meist sehr komischen, Einzelszenen. Vorurteile über unterschiedliche Kulturen, Veganer, Macho-Väter und frustrierte Ex-Frauen werden so gnadenlos überzogen präsentiert, dass das Ganze ein buntes Bilderbuch zum Thema: »Und das Zusammenleben funktioniert doch« wird. Das wiederum ist das eigentlich Hintergründige an dieser Komödie: Gerade weil sie ganz und gar unverkrampft ist, ist sie das beste Plädoyer für Toleranz, was man sich nur wünschen kann.

Die Aufführung des Söderblom-Theaterkurses hat das in jeder Hinsicht überzeugend umgesetzt, beginnend beim Bühnenbild und den Kostümen bis hin zu den Tanzszenen zu Live-Musik. Auch da war Multikulti angesagt. Die »Döner-Combo« hielt für jede Szene den passenden Soundtrack parat, inklusive Tarkans »Kiss kiss«, von einem deutschen Schüler auf Türkisch gesungen.

Und was die Darsteller angeht: Das ganze Ensemble war die personifizierte Lust am Theaterspielen. Mehr gute junge Komödie geht nicht.

Die Mitwirkenden

Darsteller und Tänzer: Imran Herrmann, Robert Kokorev, Lea Schumacher, Tabea Sens, Till Westpfahl, Kira Feiland, Doreen Weßler, Lara Hilker, Erlind Shala, Kevin Eickmeier, Simon Dück, Lukas Bleckmann, Rilana Schütte, Luisa Steinmeier, Tim Krüger, Marek Sommerfeld, Nina Cramer, Laurine Lückemeier, Angelina Derksen, Shanice Ukiri, Jenny Plett und Lara Eileen Israel.

Döner-Combo und Gesang: Henrik Langelahn (musikalische Leitung), Leonie Horstmann, Marek Sommerfeld, Esther Lattorf, Simon Dück, Alicia Lammersiek, Charlotte Stork, Michelle Helmig, Tabea Sens, Nina Cramer, Till Westpfahl und Lukas Bleckmann.

Bühnenbild und Technik: Lukas Riechmann, Tim Steinweg, Arne Biesewinkel, Katharina Brinkhoff, Jennifer Keller, Tim Krüger, Shanice Ukiri und Niklas Wildemann.

Kostüme und Maske: Annemarie Zeller, Michaela Mech, Lara Eileen Israel, Alicia Lammersiek, Katharina Schütte, Larena Rehling und Steffi Ugrovat.

Choreografie: Anna Nasirov und Viktoria Nachtigall.

Management: Maja Brammeier, Nina Cramer, Lara Hilker, Lisanne Hüsemann, Katharina Schütte und Tabea Sens.

Regieassistenz: Michelle Helmig und Jenny Plett.

Regie und Gesamtleitung: Bärbel Brandt und Janina Eileen Stünkel.

Weitere Aufführungen

Aufgrund des Erfolges der Aufführungen am Wochenende hat sich der Theaterkurs des Söderbloms entschlossen, eine zusätzliche Vorführung am Sonntag, 5. Februar, um 18 Uhr zu geben. Die Karten dafür sind in der Buchhandlung Lienstädt und Schürmann Espelkamp und in der Zen-tralbücherei des Söderblom-Gymnasiums erhältlich.

Restkarten für die Aufführungen am Freitag, 3. Februar, und Samstag, 4. Februar, um jeweils 19.30 Uhr sind in der Zentralbücherei des Gymnasiums und an der Abendkasse erhältlich.

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