Stadtwerke AöR planen Investitionen von 7,2 Millionen Euro »Ein außergewöhnliches Jahr«

Espelkamp (WB). Die Stadtwerke AöR rechnen in diesem Jahr mit einem Investitionsvolumen von 7,2 Millionen Euro. Dies erklärte Klaus Hagemeier, Vorstand der Stadtwerke AöR, in der vergangenen Sitzung des Verwaltungsrates.

Von Felix Quebbemann
Das Klärwerk Espelkamp wird bald mit der Reinigungsstufe 4 ausgestattet sein. Der Posten schlägt mit 888 500 Euro im Wirtschaftsplan der Stadtwerke zu Buche. Weitere Millionen-Investitionen sind bei der Erschließung des neuen Industriegebietes geplant.
Das Klärwerk Espelkamp wird bald mit der Reinigungsstufe 4 ausgestattet sein. Der Posten schlägt mit 888 500 Euro im Wirtschaftsplan der Stadtwerke zu Buche. Weitere Millionen-Investitionen sind bei der Erschließung des neuen Industriegebietes geplant. Foto: Felix Quebbemann

Der Großteil der Investitionen werde demnach auf die Erschließung des neuen Industriegebietes im Norden und natürlich auf die neue, vierte Klärstufe im Klärwerk entfallen. »Das ist die nächste große Maßnahme – unsere vierte Reinigungsstufe«, stellte Hagemeier einige Tage später bei der Bilanzpressekonferenz der Verwaltung heraus. Die veranschlagten Kosten werden mit 888 500 Euro im Wirtschaftsplan 2017 angegeben. Der Bauplatz mit einer Tiefe von sechs Metern sei fertig. »Die Sohle ist eingebracht. Als Lichtblick bezeichnete er das Bemühen der Nachbarkommune Rahden, diese Thematik ebenfalls anzugehen. In der Aue fließe zwar weniger Wasser als zum Beispiel im Rhein. Das Ökosystem sei aber sehr sensibel. »Deswegen ist es ratsam, das jetzt zu machen, bevor es von der Bezirksregierung vorgeschrieben wird«, betonte Hagemeier.

Mikroverunreinigungen

Die Klärstufe vier soll Mikroverunreinigungen aus dem Wasser filtern. Diese Verunreinigungen können zum Beispiel aus Resten von Schmerzmitteln bestehen, die von den Menschen eingenommen werden. Das Wasser soll mit Hilfe der Klärstufe vier davon befreit werden, bevor es in die Kleine Aue und damit in die Umwelt geleitet wird.

Insgesamt sieht der Vermögensplan der Stadtwerke für 2017 ein Volumen von 11,97 Millionen Euro vor. Mit Blick auf das abgelaufene Jahr erklärte Hagemeier, dass 2016 ein »außergewöhnliches Jahr mit vielen Projekten« gewesen sei. Ganz oben auf der Liste stand dabei die neue Energiesparte mit Espel-Strom und Espel-Gas. Für den Strom- wie auch für den Gasvertrieb sieht Hagemeier in der »Akquise von Kunden die vordringlichste Aufgabe«. Er rechnet mit einer stetig steigenden Kundenanzahl und damit auch mit einer erhöhten Liefermenge.

»Positive Null«

Der Verlust zum Beispiel beim Espel-Strom solle bis 2020 planmäßig verringert werden. »In diesem Jahr rechnen wir mit einem Verlust von 126 000 Euro.« Hagemeier zeigte sich optimistisch, dass das Ergebnis irgendwann in eine »positive Null laufen wird«.

Der Vorstand der Stadtwerke betonte darüber hinaus, dass die Stadtwerke die Gebühren bei Trink- und Schmutzwasser konstant halten konnte.

Bei den Bädern erläuterte er, dass es sich um einen Zuschuss-Bereich handele. Für dieses Jahr seien im Freizeitbad Atoll »diverse Erneuerungen« von Maschinen und betriebstechnischen Vorrichtungen geplant. Dies führe zu CO 2 -Einsparungen, die vom Bundesumweltministerium bezuschusst würden. »Insgesamt ist ein Zuschuss von 60 500 Euro vorgesehen.« Auch der Saunabereich soll eine neue Themensauna erhalten. Im Bereich des Waldfreibades sei unter anderem die Anschaffung eines neuen Aufsitzrasenmähers vorgesehen.

Am Ende des Jahres stehe im Erfolgsplan der AöR für 2017 ein Jahresüberschuss von 245 915 Euro. Gleichzeitig gelinge es der AöR, mit ihren Investitionen »erhebliche Anlagegüter neu zu schaffen«, hob Klaus Hagemeier hervor.

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