Espelkamper SPD ehrt den Bundestagsabgeordneten für 40 Jahre Mitgliedschaft Achim Post bleibt dem Ortsverein treu

Espelkamp(WB). Der SPD-Bundestagsabgeordnete Achim Post ist seinem Ortsverein treu geblieben. Seit 40 Jahren ist er Mitglied der Espelkamper SPD, und zwar »nicht, weil ich vergessen hätte, mich umzumelden, sondern weil ich mich hier immer wohl gefühlt habe.« Am Freitag wurde er dafür im Rahmen einer gemütlichen Feier im Waldfreibad besonders geehrt.

Von Cornelia Müller
Die Espelkamper Sozialdemokraten ehren beim Sommerfest im Waldfreibad den Bundestagsabgeordneten Achim Post (Mitte) für 40 Jahre im Ortsverein. Mit dabei sind (von links) Ortsvereins-Vorsitzender Hartmut Stickan, Regionalvorsitzender und Bundestagsabgeordneter Stefan Schwartze, Lothar Ibrügger, Friedrich Schepsmeier und Landtagsabgeordneter Ernst-Wilhelm Rahe.
Die Espelkamper Sozialdemokraten ehren beim Sommerfest im Waldfreibad den Bundestagsabgeordneten Achim Post (Mitte) für 40 Jahre im Ortsverein. Mit dabei sind (von links) Ortsvereins-Vorsitzender Hartmut Stickan, Regionalvorsitzender und Bundestagsabgeordneter Stefan Schwartze, Lothar Ibrügger, Friedrich Schepsmeier und Landtagsabgeordneter Ernst-Wilhelm Rahe. Foto: Cornelia Müller

»Der Mann ohne Koffer«

»Willkommen im Club« begrüßte der Landtagsabgeordnete Ernst-Wilhelm Rahe, der ebenfalls seit diesem Jahr zu den Partei-Vierzigern gehört, seinen Genossen. In seiner launigen Laudatio auf Achim Post hob er drei Punkte hervor, die diesen besonders auszeichneten: »Erstens: Er ist der Mann ohne Koffer, der überall mit wenig Gepäck, dafür um so besser vorbereitet auftaucht. Zweitens: Er ist das genaue Gegenteil von einem Bedenkenträger. Und drittens: Er erklärt die ganze Welt in drei Punkten.« Auch der SPD-Regionalvorsitzende Stefan Schwartze zeigte sich von Posts Fähigkeit, die Dinge auf den Punkt zu bringen, beeindruckt. Einer wie Achim Post falle auf in Berlin: »Er ist jemand, der hat etwas zu sagen, der kann das auch noch kurz, und der meint auch, was er sagt.« Post sei ein »richtiger Ostwestfale«, der seine Kontakte pflege, die Menschen um sich herum nicht vergesse und mit ihnen so zusammenarbeite, »dass man sich immer wieder begegnen kann«.

Rädelsführer der Juso-Schülergruppe

Der ehemalige Landtagsabgeordnete Friedrich Schepsmeier und Lothar Ibrügger, ehemaliger Bundestagsabgeordneter des Mühlenkreises, erinnerten kurz an den »Rädelsführer der Juso-Schülergruppe« und an die Anfänge von Posts politischer Karriere. Post habe viel von Kurt Vogelsang und Hans-Jürgen Wischnewski gelernt, bei denen er in eine »gute Schule« gegangen sei, sagte Ibrügger. Seine Aufgabe als Abgeordneter, der sich für die Menschen einsetzt, die ihn gewählt haben, nehme er vorbildlich wahr und leiste »nachhaltig gute Arbeit« – auch für die europäische Integration, wie Schepsmeier ausdrücklich hervorhob: »Du hast immer Politik mit Blick über den deutschen Tellerrand hinaus gemacht.«

»Aufgaben sind geblieben«

Wenn es nach ihm gehe, werde er seinem Ortsverein auch noch weitere 30 Jahre treu bleiben, bedankte sich Achim Post für die Ehrung. Er sei seinerzeit in die SPD eingetreten, weil er von Brandts Friedenspolitik und dem Wunsch nach mehr Chancengleichheit in der Bildung angetrieben worden sei. »Die Aufgaben sind geblieben«, schloss Post. »Die SPD wird noch gebraucht.«

Außer Achim Post sollten an diesem Abend auch die langjährigen Mitglieder Axel Knizewski (25 Jahre) und Irmgard Steding (25 Jahre) mit Urkunden und Ehrennadeln ausgezeichnet werden. Allerdings waren beide verhindert. Ihre Ehrung wird nachgeholt.

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