Sicherheitsausschuss: Polizei stellt Kriminalitätskennzahlen für 2015 vor Anzahl der Einbrüche steigt an

Espelkamp (WB). Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist im vergangenen Jahr in Espelkamp angestiegen.

Von Felix Quebbemann
Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Espelkamp ist im vergangenen Jahr angestiegen auf 23 Fälle. Dies erklärte die Polizei während der vergangenen Sitzung des Ausschusses für Ordnung, Sicherheit und Feuerschutz.
Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Espelkamp ist im vergangenen Jahr angestiegen auf 23 Fälle. Dies erklärte die Polizei während der vergangenen Sitzung des Ausschusses für Ordnung, Sicherheit und Feuerschutz. Foto: dpa

Dies erklärte Andreas Jürgensmeyer, Leiter der Espelkamper Wache, während der Sitzung des Ausschusses für Sicherheit, Ordnung und Feuerschutz.

Demnach stieg die Zahl von 17 Einbrüchen im Jahr 2014 auf 23 im vergangenen Jahr an. Dieser Bereich sei ein Problembereich, erklärte Jürgensmeyer, der mit seinem Kollegen Friedrich Rodenberg aus der Mindener Polizeiwache die Kriminalitätszahlen aus dem vergangenen Jahr vorstellte.

Steigende Fallzahlen

Jürgensmeyer erläuterte des Weiteren zu den gestiegenen Einbruchszahlen, dass er davon ausgehe, dass die Einbrecher vorwiegend aus der unmittelbaren Nähe der Häuser kämen. Rodenberg ergänzte, dass aufgrund der steigenden Zahl von Wohnungseinbrüchen im gesamten Mühlenkreis die Mindener Kriminalpolizei eine Sonderkommission gegründet habe, die bereits einige Erfolge vorweisen könne.

Und beide Polizeibeamten erläuterten, dass Wohnungseinbrüche »sozialschädlich« seien. Die Opfer würden noch lange Zeit unter den Folgen der Tat leiden. »Das ist ein Thema, wo wir all unsere Energie reinstecken müssen«, sagten die beiden Beamten.

Aufklärungsquote verbessert

Insgesamt habe es im vergangenen Jahr 956 angezeigte Fälle in Espelkamp gegeben. Im vorangegangenen Jahr seien es noch 1012 gewesen. »Die Aufklärungsquote liegt bei 56,38 Prozent«, sagte Jürgensmeyer. Damit kam es zu einer leichten Verbesserung, denn im Jahr 2014 lag die Quote nur bei 54,05 Prozent.

Der Espelkamper Wachleiter ergänzte diese Zahlen noch mit einer weiteren – nämlich der Kriminalitätshäufigkeitszahl. Die gibt an, wieviele Straftaten hochgerechnet auf 100 000 Einwohner in der jeweiligen Stadt begangen wurden. »Hier kommt Espelkamp auf einen Wert von 3872. Minden hat einen Wert von 8080«, verglich Jürgensmeyer die beiden Städte im Mühlenkreis.

Eine deutliche Verbesserung hat sich bei den Zahlen für die Straßenkriminalität in Espelkamp ergeben. »Darunter fallen Delikte wie Diebstahl oder Raub«, erläuterte Jürgensmeyer. Dort wurden 221 Taten für das vergangene Jahr angezeigt. Im Vorjahr lag die Zahl mit 243 deutlich höher.

Sehr gut habe sich auch die Zahl bei Diebstählen aus Kraftfahrzeugen entwickelt, führte er weiter aus. Dort fiel die Zahl von 61 Taten in 2014 auf 53 im vergangenen Jahr.

Bei der Körperverletzung (Anstieg von 66 im Jahr 2014 auf 73 im Jahr 2015) und den Rauschgiftdelikten (Anstieg von 54 auf 74) sind jedoch steigende Zahlen zu verzeichnen.

Rauschgiftvergehen

André Stargardt (SPD) fragte nach dem Grund für die gestiegenen Rauschgiftzahlen. Jürgensmeyer erläuterte, dass die Polizei häufiger Kontrollen vornehme als noch vor einigen Jahren. Und wo viel kontrolliert werde, werde auch etwas gefunden. Zudem würde bei einem Rauschgiftvergehen sofort eine Anzeige erstattet, so Jürgensmeyer.

Abschließend erklärten die beiden Beamten den Ausschussmitgliedern noch, dass die Kriminalitätskennzahlen zeigen würde, dass es keinen Zusammenhang zwischen Straftaten und Herkunft der Täter gebe. So sei in Minden festzustellen, dass die dort lebenden Flüchtlinge nicht »überproportional an Delikten beteiligt gewesen sind. Wir haben keine Probleme gehabt mit den Menschen in den kommunalen Einrichtungen«, sagte Rodenberg. Und auch Jürgensmeyer bestätigte, dass es in Espelkamp lediglich zwei Einsätze an den Flüchtlingswohnheimen gegeben habe. Dies seien keine Einsatzschwerpunkte.

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