Frotheimer Einrichtung feiert mit einem Mitmachzirkus das 40-jährige Bestehen Kinder werden »Stars in der Manege«

Frotheim (ko). Der Kindergarten Frotheim hat jetzt mit einem tollen Mitmachzirkus sein 40-jähriges Bestehen gefeiert.

Einen Balanceakt auf dem Rücken eines Pferdes haben die Kindergartenkinder beim Mitmachzirkus gezeigt. Zirkus-Direktor Ingo Rasch blieb immer in der Nähe der Kinder. Die Zuschauer im ausverkauften Zirkuszelt waren begeistert.
Einen Balanceakt auf dem Rücken eines Pferdes haben die Kindergartenkinder beim Mitmachzirkus gezeigt. Zirkus-Direktor Ingo Rasch blieb immer in der Nähe der Kinder. Die Zuschauer im ausverkauften Zirkuszelt waren begeistert. Foto: Andreas Kokemoor

Obendrein war diese absolut belebende Aufführung ein Geschenk der Kinder an die Dorfgemeinschaft anlässlich des 775-jährigen Bestehens der Ortschaft.

Sternen-Kuppel

Wann hat es das wohl zum letzten Mal gegeben, dass der Zirkus im Dorf war und ein richtiges Zirkuszelt mit Sternen-Kuppel und Tribüne aufgebaut war? Die große Spielwiese neben Kindergarten und Grundschule war ein Hingucker. Die Neugierde war geweckt.

Mittendrin in der Manege turnten, tanzten, wirbelten und agierten die Hauptpersonen mit Glanz und Verkleidung: alle Frotheimer Kindergartenkinder. Vor 400 Besuchern zeigten die 63 Jungen und Mädchen der nicht alltäglichen Projektwoche ihr Können als Turnkünstler, Fakire, lustige Clowns und stolze Indianer, treffsichere Cowboys sowie selbstbewusste Dompteure und Haremsdamen.

Mini-Clowns

Schwindelfrei standen die Kinder auf den Händen von Ingo Rasch. Der Zirkuschef hob sie in die Höhe. Freihändig ritten kleine Indianer auf geschmückten Pferden durch das Rund. Einige trauten sich sogar Turnübungen zu, so wie sie sonst nur Voltigier-Kinder vorführen. Bei ihren Übungen wurden die Kinder stets vom Fachpersonal des Zirkus begleitet. Konzentriert und mit dem richtigen Augenmaß steigerten sich die Kinder immer weiter in ihren Darbietungen.

Mit Staubwedel, Wasserpistolen und Luftballons verzückten die Mini-Clowns das Publikum und banden die Besucher sogar in das Programm ein. Und selbst hinter das Geheimnis magischer Tricks durften die Zirkuskinder schauen. Die Ziegennummer war für die Frotheimer Dompteure sehr aufregend. Wohl kaum ein Kind hatte jemals zuvor einen Ziegenbock an der Leine geführt und ihn über Hindernisse balancieren oder springen lassen. »Bravo«, schallte es durch die Zirkus-Manege.

Balance-Akt

Zwischen den Aufführungen der Kinder jonglierte Angelina mit Bällen, Keulen und Ringen. Angelino überzeugte mit einer Balance-Akt-Vorführung, bei der er bis zu vier Mini-Paletten auf ein Fass stapelte und damit über einen kleinen Tisch rollte.

Zirkus-Direktor Ingo Rasch spuckte Feuer und auch eine Python durften die Kinder hautnah erleben. Zwei kleine »Fakire« gingen über Glasscherben und legten sich auf Nagelbretter.

Lehrzeit

Insgesamt eine Woche lang haben die Künstler bei den Mitgliedern der Familie Rasch, die seit vielen Generationen den Zirkus betreibt, gelernt und haben sich inspirieren lassen »Projektwochen sind etwas Besonderes für Kinder. Einmal in einem richtigen Zirkus mitmachen, das ist schon etwas ganz Außergewöhnliches und kaum zu überbieten«, sagte Rasch. Jedes Kind war kostümiert, viele obendrein geschminkt. Die Ausstrahlung der Kinder und das absolut zirkusreife Auftreten der kleinen Stars machte die rund eineinalbstündige Veranstaltung perfekt.

Zirkus-Aufführungen mit Schulen und Kindergärten ist die große Leidenschaft der Familie Rasch. Die Leiterin des Frotheimer Kindergartens Susanne Diekmann Harms war begeistert: »Diese Zirkus-Woche ist für die Kinder eine positive Erfahrung fürs Leben gewesen. Davon bin ich überzeugt. Ich hoffe und wünsche mir für euch, dass ihr gerne an diesen Tag und die aufregende Lehrzeit davor zurückdenkt.«

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