Ausschuss besichtigt Betrieb – Hallenneubau ab Mai – mehr Stellen Firma Aumann setzt auf starkes Wachstum

Espelkamp  (WB/aha). In Espelkamp blühen einige mittelständische Unternehmen im Verborgenen, die auf ihrem Spezialgebiet höchst innovativ und erfolgreich sind. Mit der Firma Aumann haben die Mitgliedern des Hauptausschusses einen dieser »geheimen Weltmarktführer« besichtigt.

Aumann-Mitarbeiter Bastian Knop führt Mitglieder des Hauptausschusses durch die Produktion des Unternehmens.
Aumann-Mitarbeiter Bastian Knop führt Mitglieder des Hauptausschusses durch die Produktion des Unternehmens. Foto: Arndt Hoppe

»Wir gehören seit Jahren zu den weltweit führenden Maschinenbauern im Bereich Drahtlackier- und Spulenwickeltechnik, sowie der Automation«, erklärte Ingo Wojtynia, Geschäftsführender Gesellschafter von Aumann. Seit im November 2015 die MBB SE eine Beteiligung übernommen habe, sei er nicht mehr Inhaber, sondern halte nur noch 25 Prozent am Unternehmen. »Wir haben ein so starkes Wachstum und so viel Neues auf dem Schirm, dass es gut tut, wenn man sich mit einem Großen zusammen tut«, sagte er.

Bastian Knop aus der Vertriebs- und Marketing-Abteilung erläuterte in einer Präsentation einige Eckdaten zum Unternehmen und führte die Gäste durch die Abteilungen des Betriebes.

50 neue Stellen

Gegründet wurde Aumann 1936 in Berlin. Nach dem Krieg wurde es in Espelkamp neu aufgebaut. 2006 übernahm Aumann die Firma ATS in Berlin. »An diesen beiden Standorten beschäftigen wir zusammen 200 Mitarbeiter, 150 in Espelkamp und 50 in Hennigsdorf bei Berlin«, sagte Knop. Personalleiterin Melanie Grundmann-Möller erklärte, dass das Unternehmen beabsichtige, noch in diesem Jahr an den beiden Standorten zusammen 50 neue Mitarbeiter einzustellen: »Wir suchen Verstärkung auf allen Ebenen: Auszubildende aber auch Fach- und Führungskräfte.«

Der Standort in Espelkamp hat 4000 Quadratmeter Produktions- und 1500 Euro Bürofläche. »Ab Mai wird eine neue 2400 Quadratmeter große Produktionshalle gebaut, in die wir zwei Millionen Euro investieren«, sagte Knop. Sie solle dazu beitragen, zukünftig mehr größere Anlagen parallel bauen zu können. Derzeit erzielt Aumann einen Jahresumsatz von 40 Millionen Euro.

»Wir bewegen uns auf einem Markt, der sehr schnell wächst«, sagte Knop. Elektromotoren, deren Bauteile mit Aumann-Maschinen gebaut werden, kommen weltweit zum Einsatz. »Die Welt würde sich ohne sie weiter drehen, aber sonst nicht mehr viel«, sagte Knop. Besonders die Kombination aus Wickeltechnik, Automation und Drahtlackiertechnik sei weltweit einzigartig. Wesentliche Aumann-Kunden sind die Autoindustrie (50 Prozent), die Elektroindustrie (30 Prozent) und die Medizintechnik (10 Prozent), vielfach namhafte internationale Großunternehmen.

E-Mobilität ist Zukunftsmarkt

»Allein in einem modernen Automobil sind heute 150 unterschiedliche Elektromotoren oder mehr eingebaut.« Als Beispiele nannte er Sensoren, Lüfter, Ventilatoren, Öl- und Wasserpumpen und Klimaanlagen. »Ein schnell wachsender Zukunftsmarkt ist speziell die E-Mobilität, also hybrid- und vollelektrische Antriebe für Autos, für E-Bikes oder zum Beispiel Hochleistungsbatterien-Systeme für Busse.«

Um für ihre Kunden individuelle Lösungen zu finden, entwickeln die Aumann-Fachleute die Anlagen oft über Monate mit Mitarbeitern der Firmen im Aumann-»Technikum« in Espelkamp.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.